22.03.2017
FLUG REVUE

Neues Werk in SchwerinZIM Flugsitz erweitert Produktion

Es läuft rund für den Sitzhersteller aus Markdorf: Kürzlich wurde ein zweites Werk in Schwerin eröffnet und eine Vereinbarung mit Airbus unterzeichnet.

ZIM Flugsitz Werkseröffnung Schwerin

Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Brigitte Zypries und der ZIM-Geschäftsführer Peter Zimmermann (v. l.) bei der Einweihung des neuen ZIM-Werks in Schwerin. Foto und Copyright: ZIM Flugsitz  

 

Seit Anfang März läuft die Produktion im neuen Werk des Sitzherstellers ZIM Flugsitz im Industriepark Schwerin. Mehr als 20.000 Flugzeugsitze werden hier künftig hergestellt, 80 neue Arbeitsplätze entstehen.

Seinen Hauptsitz hat ZIM in Markdorf bei Friedrichshafen. Dort waren nach Angaben von ZIM keine großflächigen Erweiterungen mehr möglich. Aufgrund der Nähe zum Flugzeughersteller Airbus und zum Hamburger Hafen hat sich das Unternehmen für Schwerin als zweiten Standort entschieden. In das Werk, das eine Produktionsfläche von 7500 Quadratmetern hat, wurden 8,5 Millionen Euro investiert. Die Mitarbeiterzahl von ZIM steigt durch den neuen Standort von bisher 160 auf insgesatm 240, die Produktionskapazität wird dadurch mehr als verdoppelt.

Zeitgleich mit der Eröffnung des neuen Werks haben ZIM und Airbus eine Vereinbarung unterzeichnet, die Economy-, Premium-Economy- und Business-Class-Sitze des Herstellers in den Airbus-Katalog aufzunehmen. Konkret handelt es sich um die Sitze ZIMunique, ZIMflexible, ZIMmagic und ZIMluxury, zunächst für Flugzeuge vom Typ A380, A330 und der A320-Familie. Airline-Kunden können die Sitze vom Sommer an aus dem so genannten Katalog für Buyer-Furnished Equipment (vom Flugzeugkäufer bereitsgestellte Ausrüstung) auswählen. Bislang waren ZIM-Sitze nur als Retrofit für ältere Airbus-Flugzeuge erhältlich.

ZIM Flugsitz wurde 2008 von den Maschinenbauingenieuren Angelika und Peter Zimmermann gegründet, Ende 2016 waren weltweit 65.000 Sitze des Unternehmens im Einsatz. Kunden sind unter anderem Swiss, Thai Airways, airberlin, Air Transat und Japan Airlines.



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