01.12.2010
FLUG REVUE

Triebwerke für A320neo: Der Kandidat von Pratt & Whitney

Pratt & Whitney bietet mit dem PW1100G einen Getriebefan der zweiten Generation an.

PW Geared Fan GTF Computerzeichnung

Im Getriebefan PW1100G-JM von Pratt & Whitney kommen vier Bürstendichtungen zur Anwendung: je zwei im Verdichterbereich und in der Turbine.  

 

Das PW1100G wird als Mitglied der PurePower-Familie den selben grundlegenden Aufbau wie das PW1524G der CSeries von Bombardier haben und in der Größe entsprechend angepasst werden. Auf jeden Fall wird ein größerer Bläser zum Einsatz kommen. Die Ziffer "1" in der Bezeichnung an der zweiten Stelle steht übrigens für den Kunden Airbus. Die Schubbereich ist noch nicht definiert, dürfte sich aber am aktuellen Bereich der V2500-Familie orientieren.
Derzeit befindet sich das PW1524G der Bombardier CSeries in der Erprobung. Bis zur Zulassung Ende 2012 will Pratt & Whitney insgesamt 16 Triebwerke testen (PW1524G und PW1217G). Vorausgegangen waren zahlreiche Komponentenversuche sowie Flugtests eines Demonstrators auf der Basis des PW6000.
Am Getriebefan ist auch MTU Aero Engines beteiligt. Das Unternehmen aus München entwickelt und produziert die ersten vier Stufen des Hochdruckverdichters sowie die schnelllaufende Niederdruckturbine. Der Anteil liegt bei rund 15 Prozent. In diesem Rahmen dürfte sich auch die Beteiligung am PW1100G bewegen. Ensprechende Verhandlungen laufen noch. Pratt & Whitney und die MTU sind auch Partner im Konsortium International Aero Engines (IAE), welches das V2500 als Triebwerk der aktuellen A320-Familie produziert (in Konkurrenz zum CFM56). Rolls-Royce, ebenfalls bei IAE mit an Bord, hatte das Getriebefan-Konzept als Teil eines Nachfolgers des V2500 abgelehnt und geht zumindest an der A320neo leer aus.



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