07.11.2013
FLUG REVUE

Umstellung bei der TriebwerkserprobungGE Aviation testet mit alternativen Treibstoffen

Bei der Erprobung während der verschiedenen Triebwerksprogramme verbraucht GE Aviation knapp 38 Millionen Liter pro Jahr. Nun will das Unternehmen teilweise auf alternative Treibstoffe umsteigen.

GE Aviation CF34-10 Peebles Wassertests

In Peebles testet GE Aviation seine Triebwerke (hier CF34-10 bei Wassereinsaugversuchen). Foto und Copyright: GE Aviation  

 

GE Aviation hat mit der D'Arcinoff Group aus Washington, D.C. einen auf zehn Jahre angelegten Vertrag geschlossen, der die Lieferung von 1,89 Millionen Liter synthetischen Biofuels pro Jahr ab 2016 vorsieht. Der Treibstoff entsteht auf Zellulose-Basis. Er soll auf dem Freiluftprüfstand von GE in Peebles, Ohio, eingesetzt werden. Hier führt der Antriebshersteller einen Großteil der Entwicklungs- und Abnahmeläufe seiner Triebwerke durch. Laut GE kann der synthetische Treibstoff in den Vorratstanks mit dem traditionellen Kerosin gemischt werden und kostet so viel wie der bisherige Kraftstoff. Das Biofuel wird in einer neuen Einrichtung im Rahmen des D'Arcinoff Group Energy Program in Hudspeth County, Texas, produziert. Sie soll Anfang 2016 den Betrieb aufnehmen. Gleichzeitig hält GE Optionen, die Lieferung auf 38 Millionen Liter jährlich zu steigern.

Seit 2007 betreibt GE in mehreren Programmen die Forschung mit alternativen Treibstoffen. Verschiedene Kampagnen, etwa mit dem F414 der Boeing Super Hornet oder dem CF6 der Boeing 767 wiesen die Funktionsfähigkeit der Triebwerke mit den neuen Kraftstoffen nach. "Die Entwicklung von alternativen Quellen für Jettreibstoff ist grundlegend gut für die Luftfahrtindustrie und die Umwelt. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es GE Aviation, die Erfahrungen mit alternativen Biofuels in unseren Triebwerken auszubauen, und die Entwicklung einer Treibstoffquelle zu fördern, die viel Potenzial hat", sagt Mike Epstein, Chef-Techniker für alternative Treibstoffe bei GE Aviation.

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flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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