09.11.2016
FLUG REVUE

Advanced TurbopropGE will mehr als ein Drittel der Teile drucken

Beim neuen Turboprop für die Cessna Denali setzt der amerikanische Triebwerkshersteller GE Aviation noch mehr als bisher auf additive Fertigung und will mehr als ein Drittel der Teile drucken.

GE Aviation Advanced Turboprop Artist Impression Hi

Textron Aviation hat GE Aviations Advanced Turboprop für die neue Turboprop-Einmot ausgewählt. Foto und Copyright: GE Aviation  

 

GE Aviation hat Tests mit einem zu 35 Prozent additiv gefertigten Demonstratortriebwerk abgeschlossen. Dabei wurden 3D-gedruckte Teile des in der Entwicklung befindlichen Advanced Turboprop (ATP) für Textrons Geschäftsreiseflugzeug Cessna Denali untersucht.

Der Triebwerksdemonstrator namens "a-CT7" wurde nach Angaben von GE innerhalb von 18 Monaten entworfen, gebaut und bei GE in Lynn, Massachusetts getestet. Durch additive Fertigung konnten mehr als 900 konventionell hergestellte durch 16 gedruckte Teile ersetzt werden.

Das ATP basiert auf dem CT7-Turboprob, der unter anderem in der Saab 340 und der Suchoi Su-80 zum Einsatz kommt. Im ATP selbst sollen zwölf additiv gefertigte Teile verbaut werden, darunter beispielsweise Ölwannen, Lagergehäuse, Abgasgehäuse, Brennkammer-Flammrohre und Wärmetauscher. Dadurch soll das Gewicht des ATP um fünf Prozent gesenkt werden, was wiederum den spezifischen Treibstoffverbrauch um ein Prozent reduziert.

Erster Testlauf des ATP Ende 2017

In den kommenden Monaten will GE einen zweiten Demonstrator mit noch mehr gedruckten Bauteilen testen und so die Technologie auf zusätzliche Strukturen und Anbauteile anwenden. Die gedruckten Komponenten werden im Additive Development Center von GE in Cincinnati, Ohio hergestellt. 

Der erste Testlauf des ATP soll Ende 2017 in Europa stattfinden, wo ein Großteil der Entwicklung stattfindet. Mit dem ATP will GE dem etablierten PT6 von Pratt & Whitney im Markt der leichten Turboprop-Flugzeuge Konkurrenz machen. Das Triebwerk soll zwischen 850 und 1650 Wellen-PS liefern.

Seit Juli fliegt bereits ein anderer Motor mit gedruckten Bauteilen, an dem GE beteiligt ist: das LEAP-Triebwerk des Airbus A320neo, dessen Einspritzdüsen aus dem 3D-Drucker kommen. Entwickelt und produziert wird der Antrieb vom Gemeinschaftsunternehmen CFM International (GE und Safran).



Weitere interessante Inhalte
Neues Turboprop-Triebwerk von GE Aviation Advanced Turboprop vor dem Erstlauf

11.10.2017 - Der US-Triebwerkshersteller GE Aviation will Ende des Jahres mit den ersten Bodentests mit dem neu entwickelten Advanced Turboprop beginnen. … weiter

Militärische Schubgiganten Top 10: Die stärksten Kampfflugzeugtriebwerke

10.10.2017 - Seit den 40er Jahren sind die Konstrukteure von Kampfflugzeugen immer auf der Suche nach möglichst leistungsstarken Strahltriebwerken. Schließlich wurden die Jäger und Bomber immer größer und … weiter

Triebwerk für Cessna Citation Longitude Honeywell HTF7700L erhält Zulassung

06.10.2017 - Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat den Antrieb für den künftigen Super-Midsize-Jet von Textron Aviation zertifiziert. … weiter

GE Aviation und Qantas App soll beim Treibstoffsparen helfen

08.09.2017 - Qantas-Piloten und der US-Technologiekonzern GE Aviation haben gemeinsam die App "FlightPulse" entwickelt. Sie informiert Piloten über ihre individuelle Performance in Sachen Treibstoffverbrauch. … weiter

United übernimmt die jüngste 777 Boeing liefert 1500. "Triple Seven"

18.07.2017 - US-Branchenriese United hat am Montag in Everett die 1500. Boeing 777 übernommen. 1994 war United auch der erste Abnehmer einer "Triple Seven" ("Dreimal Sieben"), die für Boeing zum jahrzehntelangen … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2017

FLUG REVUE
12/2017
06.11.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Zerlegung entführte Landshut
- Erstflug Airbus A330neo
- airberlins letzte Landung
- NBAA-BACE Las Vegas
- Fliegerschießen Axalp
- Eurofighter Luftwaffe
- Kassenschlager CFM56
- Fliegeruhren EXTRA