05.12.2017
FLUG REVUE

Triebwerks-Instandhaltung in PolenLHT und MTU gründen EME Aero

Lufthansa Technik und MTU Aero Engines haben ein gemeinsames Instandhaltungsunternehmen für Getriebefan-Triebwerke gegründet, an dem beide Partner jeweils 50 Prozent der Anteile halten.

PW1000G-JM Klappen offen 2017

Lufthansa Technik und MTU Aero Engines wollen PW1000G-Triebwerke künftig in Polen warten (Foto: via MTU).  

 

EME Aero sp. z o.o. wird ihren Sitz in Polen haben und soll künftig rund 800 Mitarbeiter beschäftigen. Beide Joint Venture-Partner investieren bis 2020 insgesamt rund 150 Mio. Euro. Projektleiter Derrick Siebert (CEO) von Lufthansa Technik und sein Counterpart Dr. Uwe Zachau (COO) von der MTU Aero Engines leiten das Unternehmen, das 2020 seinen Betrieb aufnehmen soll.

Geplant ist eine Kapazität von mehr als 400 Instandsetzungen (Shop Visits) pro Jahr von Getriebefan-Triebwerken der PW1000G-Serie, die unter anderem bei der Airbus A320neo-Familie im Einsatz ist. Die beiden Joint Venture-Partner MTU und Lufthansa Technik haben in den letzten Monaten dabei ihre Prognose zur Mitarbeiterzahl wie auch den jährlichen Shop Visits angehoben.

Mit einer Unternehmensgründung in Polen hat die MTU Aero Engines bereits Erfahrungen gemacht. 2009 nahm die MTU Aero Engines Polska, eine Tochtergesellschaft der MTU Aero Engines, ihren Betrieb auf.

Für Lufthansa Technik ist dies der zweite große Schritt beim Ausbau ihres Engagements in Polen: Bereits im September 2017 wurde in Środa Śląska der Grundstein für ein Joint Venture mit dem Triebwerkhersteller GE Aviation gelegt, um GEnx-2B-Motoren und später auch GE9X-Triebwerke zu überholen.

Lufthansa Technik und MTU führen bereits seit 2003 ein gleichberechtigtes Joint Venture in Malaysia. Die Airfoil Services Sdn. Bhd. (ASSB) in der Nähe von Kuala Lumpur ist auf die Schau-felreparatur von Niederdruckturbinen und Hochdruckverdichtern spezialisiert.



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