26.11.2015
FLUG REVUE

Gewinn soll zunehmenMTU Aero Engines gibt Zehn-Jahres-Prognose

Wie MTU Aero Engines auf seinem Analystentag bekannt gab will das Triebwerksunternehmen weiter wachsen und die Profitabilität steigern.

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Das Turbinenzwischengehäuse des GEnx von GE Aviation wird von MTU Aero Engines in München produziert. Foto und Copyright: MTU Aero Engines  

 

Mittel- bis langfristig sollen laut MTU das bereinigte EBIT überproportional zum Umsatz steigen und der bereinigte Gewinn nach Steuern analog zum bereinigten EBIT zunehmen. Die Aufteilung der Langfristprognose in eine Investitionsphase bis zum Jahr 2017 und eine Konsolidierungsphase ab 2018 behält das Unternehmen bei. Sie basiert auf der erwarteten Umsatzentwicklung der einzelnen Geschäftssegmente. Ab 2018 erwartet die MTU einen starken Umsatzzuwachs im zivilen Ersatzteil- und Instandhaltungsgeschäft. Auch der Umsatz bei der Neufertigung dürfte zunehmen, insbesondere aufgrund der hohen Wachstumsraten bei A320neo-Antrieb PW1100G-JM. Weiter zurückgehen wird jedoch der Militärbereich. „Mit diesem Produktmix erzielen wir mittel- bis langfristig steigende Ergebnismargen“, sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines. „Der bereinigte Gewinn nach Steuern dürfte dann analog zum operativen Ergebnis wachsen.“ Technik-Vorstand Dr. Rainer Martens ergänzte: „Nach der Investitionsphase, die von unseren neuen Bauvorhaben und dem Ausbau des Maschinenparks für den Aufbau der Getriebefan-Produktion geprägt war, kehren wir zu unserem üblichen Investitionslevel zurück. Auch unsere Forschungs- und Entwicklungsausgaben pendeln sich ab 2018 wieder auf einem normalen Niveau ein; der Schwerpunkt wird hier auf der technologischen Weiterentwicklung des Getriebefan liegen.“

Bis 2017 hält die Phase hoher Investitionen bei der MTU an. „Sie ist geprägt durch den Hochlauf der Getriebefan-Programme, mit denen wir uns eine exzellente Marktposition im Kurz- und Mittelstreckenbereich sowie bei Regional- und Geschäftsreiseflugzeugen verschaffen. Auf den GTF bereiten wir  uns auch in der Instandhaltung intensiv vor“, sagte Michael Schreyögg, Vorstand Programme. „Auf der Langstrecke haben wir durch unsere Beteiligung am Zukunftsantrieb GE9X für die Boeing 777X eine sehr gute Basis.“ In der Investitionsphase dürfte der Bereich Instandhaltung im hohen einstelligen Prozentbereich zunehmen. Das Ersatzteil- und das Seriengeschäft wachsen weiter, allerdings dürfte der Volumenanstieg beim A380-Antrieb GP7000 weniger ausgeprägt sein als bisher angenommen. Winkler: „Der GTF-Hochlauf bedeutet Gegenwind für unsere Ergebnisentwicklung. Gleichzeitig rechnen wir kurzfristig mit einem weiterhin positiven Dollarkurseffekt und erwarten, dass Umsatz und Ergebnis im Investitionszeitraum gleichermaßen ansteigen.“

flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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