16.04.2013
FLUG REVUE

MTU Aero Engines weiht Blisk-Halle ein

Das deutsche Triebwerksunternehmen hat heute in München die neue Halle zur Produktion von integral gefertigten Schaufel- und Scheibenkombinationen, den so genannten Blisks, eingeweiht. Die Hightech-Bauteile kommen in Verdichtern zum Einsatz.

Mit den neuen Fertigungsanlagen will MTU Aero Engines die hohen Fertigungsraten für die Blisk-Bauteile der Getriebefanfamilie gewährleisten. Die Produktionskapazität soll von aktuell 600 auf bis zu 3.500 Blisks im Jahr 2016 steigen. In der 10.000 Quardatmeter großen Halle ist der Einsatz von insgesamt 20 Fräsmaschinen, sieben Dreh-Fräsmaschinen und acht Koordinaten-Messmaschinen vorgesehen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 65 Millionen Euro.

„Mit unserer Beteiligung am Getriebefan von Pratt & Whitney haben wir die Tür für die Zukunft aufgestoßen. Dieses neue innovative Triebwerk war der Treiber für diese Halle,“ sagt Egon Behle, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines über das Projekt. „Um den hohen Bedarf an Verdichter-Blisks decken zu können, mussten wir neue Fertigungskapazitäten schaffen. Das haben wir mit der umfangreichsten Investition der MTU der vergangenen Jahre in dieses Blisk-Kompetenzzentrum getan.“

Rund 200 Mitarbeiter sollen in der Halle beschäftigt werden. Die Prozesse sind weitgehend automatisiert. Das Herzstück dieses Fertigungskonzepts ist ein 96 Meter langes Hauptverteilsystem, dass von einem Rechner gesteuert wird. Jedes  Bauteil erhält eine Auftragsnummer und einem integrierten Chip. Mit Hilfe dieser Nummer errechnet der Hauptcomputer anhand der aktuellen Verfügbarkeit von Vorrichtungen und Werkzeugen die Arbeitsplatzbelegung der gesamten Halle. Über das Verteilsystem gelangen die Bauteile dann zu den jeweiligen Maschinen.

„Unsere neue Blisk-Fertigung ist sicher die weltweit modernste Fertigung für Triebwerksteile dieser Art. Unsere Kostenvorteile erzielen wir durch zahlreiche Innovationen, hohen Automatisierungsgrad und hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Genau das zeichnet unseren Standort München aus und sichert Arbeitsplätze in Deutschland,“ erklärt Dr. Rainer Martens, Vorstand Technik der MTU.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Patrick Hoeveler


Weitere interessante Inhalte
Firmenkontaktmesse der Uni Stuttgart StepIN bringt Unternehmen und Studenten zusammen

19.09.2018 - Von Airbus bis Safran: Auf der Firmenkontaktmesse StepIN der Fachschaft Luft- und Raumfahrttechnik der Uni Stuttgart präsentieren sich Ende November namhafte Arbeitgeber. … weiter

MTU Aero Engines Zivile Instandhaltung sorgt für kräftiges Wachstum

26.07.2018 - Der Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines hat im ersten Halbjahr eine Umsatzplus von neun Prozent erzielt. … weiter

Additive Fertigung im Triebwerksbau MTU Aero Engines gründet 3D-Druck-Abteilung

25.05.2018 - Schon seit 2013 läuft bei MTU die Serienfertigung von 3D-gedruckten Boroskopaugen für den A320neo-Getriebefan. Nun intensiviert der Münchner Triebwerksbauer sein Engagement im Bereich der additiven … weiter

Next European Fighter Engine MTU bereitet sich auf Militärauftrag vor

27.04.2018 - Auf der ILA brachte sich der Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines für die Entwicklung und Produktion des Antriebs für das künftige deutsch-französische Kampfflugzeug in Stellung und zeigte … weiter

ILA 2018 MTU zeigt Ideen für neues Kampfjet-Triebwerk

17.04.2018 - MTU Aero Engines präsentiert auf der ILA Berlin zivile und militärische Antriebstechnologien sowie neue Instandhaltungsverfahren. … weiter


FLUG REVUE 12/2018

FLUG REVUE
12/2018
05.11.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Raumfahrt Extra
- Wettbewerb: Spar-Jets für Übermorgen
- Neuer britischer Träger: F-35B auf der "Queen Elizabeth"
- Piloten: Die neue Lufthansa-Ausbildung
- A400M in Wunstorf: Erste Einsatzerfahrungen