11.10.2017
FLUG REVUE

Rahmenvertrag mit BundeswehrMTU betreut TP400-D6-Triebwerke des A400M

MTU Aero Engines betreut in den nächsten fünf Jahren alle TP400-D6 Antriebe der deutschen Airbus-Militärtransporter A400M.

TP400-D6 bei MTU ca. 2017

MTU hat einen fünf Jahre laufenden Vertrag für die Betreuung der A400M-Triebwerke der Luftwaffe unterzeichnet (Foto: MTU).  

 

Der Rahmenvertrag wurde zwischen dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und MTU geschlossen. „Damit verfügt Deutschland jetzt über ein vollumfängliches Instandsetzungskonzept für das TP400-D6“, so Michael Schreyögg, Vorstand Programme bei der MTU.

Die Instandhaltung der deutschen A400M-Antriebe umfasst mehrere Ebenen: Die Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten am Flügel (Maintenance Level 1 und 2) werden von der Luftwaffe geleistet; die intensiveren Dienstleistungen mit dem Maintenance-Level 2-OFF und 3 übernimmt die Industrie. Ziel des Instandhaltungskonzepts ist es, der Bundeswehr eine effiziente und auf die operationellen Anforderungen abgestimmte Instandsetzungsleistung zu garantieren.

Für die MTU bedeutet das: Sie zeichnet für die Zerlegung der Triebwerke in die einzelnen Module und Anbaugeräte verantwortlich und leitet sie an den jeweiligen Hersteller zur Instandsetzung weiter. Das TP400-D6 ist ein Gemeinschaftsprojekt der größten Triebwerkshersteller Europas.  Jeder Partner kümmert sich um die Instandsetzung seiner Module.

Der MTU-Bauanteil umfasst den Mitteldruckbereich - Mitteldruckverdichter, -turbine und –welle sowie auch die Endmontage aller Serienantriebe. Nach Rücklauf aller instandgesetzten Triebwerkskomponenten erfolgt der Zusammenbau der Antriebe wieder bei der MTU. Danach gehen die Triebwerke zur MTU Maintenance Berlin-Brandenburg und absolvieren dort die Abnahmetests. In Ludwigsfelde steht der einzige existierende Serienprüfstand für das TP400-D6.

Beim neuen Instandhaltungskonzept für das TP400-D6 mussten aus mehreren Gründen neue Wege beschritten werden: Das Triebwerk wird zwar in einem Militärtransporter eingesetzt, ist aber nach zivilen Maßstäben zertifiziert. Entsprechend musste die Instandhaltung aufgesetzt werden. Die erarbeiteten Regularien wurden in die neu geschaffenen European Military Airworthiness Requirements (EMAR) integriert; ihre Umsetzung regeln die nationalen Instandsetzungsanforderungen DEMAR145.



Weitere interessante Inhalte
Luftwaffe A400M als fliegende Intensivstation

01.08.2018 - Die Airbus A400M-Transporter der Luftwaffe sind ab 1. August als fliegende Intensivstation einsetzbar. … weiter

Lufttransportgeschwader 62 A400M der Luftwaffe fliegt erstmals nach Afghanistan

25.07.2018 - Dreieinhalb Jahre nach der erste Lieferung ist erstmals eine A400M der Luftwaffe mit Soldaten in den Einsatz nach Mazar-e-Sharif im Norden Afghanistans geflogen. … weiter

Farnborough International Airshow 2018 Airbus präsentiert das Konzernprogramm

13.07.2018 - Airbus wird auf der Farnborough International Airshow die A350-1000 und die A330-900neo im Flug zeigen. Einen Querschnitt durch seine Flugzeugmuster und Entwicklungen präsentiert der Hersteller in … weiter

Tests in Spanien A400M der Luftwaffe betankt EF-18

26.06.2018 - Mit einer A400M des Lufttransportgeschwaders 62 wurde die Fähigkeit des Militärtransporters zur Luftbetankung von EF-18 Hornet nachgewiesen. … weiter

Harald Wilhelm kündigt Ausstieg an Airbus-Finanzchef geht 2019 mit Tom Enders

14.05.2018 - Harald Wilhelm, Finanzvorstand der Airbus Group, will 2019 gemeinsam mit Vorstandschef Tom Enders das Unternehmen verlassen. … weiter


FLUG REVUE 11/2018

FLUG REVUE
11/2018
08.10.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Airbus A380 im Chartereinsatz: Ferienflüge statt Verschrottung
- Breitling-Team: Passagier im Kunstflug-Jet
- Cockpit-Innovationen: Smarte Avionik hilft Piloten
- Diamanten-Airline in Sibirien
- Satellitennavigation: Galileo für die ganze Welt