23.02.2017
FLUG REVUE

Triebwerkshersteller aus MünchenMTU will Invesitionsphase 2017 abschließen

MTU Aero Engines steigerte im vergangenen Geschäftsjahr erneut Umsatz und Gewinn. Nach großen Investitionen in neue Programme in den vergangenen Jahren will das Unternehmen in die Konsolidierung gehen.

international-aero-engines-iae-v2500-instandsetzung-mtu

Das V2500 von IAE ist eines der wichtigsten Triebwerke im Portfolio der MTU Maintenance. Foto und Copyright: MTU Aero Engines  

 

Für MTU Aero Engines geht es weiter nach oben: Der Gewinn nach Steuern erreichte im vergangenen Geschäftsjahr 345,4 Mio. Euro und übertraf den Vorjahreswert um 13 Prozent. Auch beim Umsatz und beim operativen Ergebnis gab es neue Höchstwerte (Umsatz: 4.732,7 Mio. Euro, +7 Prozent; operatives Ergebnis: 503 Mio. Euro, +14 Prozent). Das gab der Triebwerkshersteller am Donnerstag bei der Präsentation der vorläufigen Jahreszahlen bekannt.

Damit habe man die Prognosewerte voll erreicht, heißt es bei MTU. Auch 2017 wollen die Münchner auf Wachstumskurs bleiben. "Mit dem Jahr 2017 wollen wir die größte Investitionsphase in der Geschichte der MTU bei anhaltend profitablem Wachstum abschließen", so Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender von MTU Aero Engines. In den vergangenen zehn Jahren hat MTU nach eigenen Angaben rund vier Mrd. Euro in neue Programme investiert.

Den höchsten Umsatzzuwachs erzielte MTU 2016 in der zivilen Instandhaltung (1.914,4 Mio. Euro, +21 Prozent). Wichtigster Umsatzträger war dabei das V2500 (A320), gefolgt vom Business-Jet- und Regionalflugzeugtriebwerk CF34 und dem Großtriebwerk GE90 (Boeing 777).

Getriebefan gewinnt im Seriengeschäft an Bedeutung

Im zivilen Seriengeschäft lag der Umsatz mit 2.401,2 Mio. Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs (2015: 2.414 Mio. Euro). Den größten Anteil daran machten das V2500, das GP7000 (A380) und das GEnx (Boeing 787, 747-8) aus. An Bedeutung gewann nach Angaben von MTU auch der Getriebefan PW1100G-JM (A320neo). Das Triebwerk, an dem MTU einen Programmanteil von 18 Prozent hat, ist seit gut einem Jahr im Dienst. Eine von drei Endmontagelinien ist bei MTU in München angesiedelt. Allerdings verschieben sich laut Michael Schreyögg, MTU-Programm-Vorstand erwartete Umsätze auf 2017, da aufgrund von Produktionsproblemen bei Pratt & Whitney weniger Getriebefans ausgeliefert wurden als geplant. 

Das militärische Triebwerksgeschäft erreichte einen Umsatz von 504 Mio. Euro (+4 Prozent), Hauptumsatzträger war der Eurofighter-Antrieb EJ200.

Die Auftragsbücher des Münchner Triebwerksherstellers sind voll, der Bestand wuchs 2016 um 13 Prozent auf mehr als 14 Mrd. Euro. Das sei ein neuer Rekordwert, so Winkler. Künftige Wachstumsträger im Neugeschäft sind die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Serie, im Aftermarket, also bei der Instandhaltung, ist das V2500 das wichtigste Programm.




Weitere interessante Inhalte
ILA 2018 MTU zeigt Ideen für neues Kampfjet-Triebwerk

17.04.2018 - MTU Aero Engines präsentiert auf der ILA Berlin zivile und militärische Antriebstechnologien sowie neue Instandhaltungsverfahren. … weiter

Recaro Aircraft Seating Neuer Economy-Sitz und viele Aufträge

16.04.2018 - SpiceJet, WOW Air, China Southern: Auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg hat der Hersteller aus Schwäbisch Hall zahlreiche Sitze für verschiedene Klassen verkauft. … weiter

Feste Lehne mit 20 Grad Neigung Lufthansa: Neue Eco-Sitze für die A320

11.04.2018 - Ab 2019 stattet die Lufthansa Group ihre Airbus A320 bei Lufthansa, Austrian und Swiss einheitlich mit neuen Sitzen des italienischen Herstellers Geven aus. … weiter

Anerkennung der EASA-Zulassung ist erfolgt China gibt grünes Licht für A320neo mit LEAP-Triebwerken

10.04.2018 - Nach längerem Zögern hat China endlich die A320neo-Antriebsvariante mit dem LEAP von CFM anerkannt. Damit können die Auslieferungen in das Reich der Mitte beginnen. … weiter

Joint Venture von Lufthansa Technik und MTU EME Aero plant Instandhaltungsshop in Jasionka

27.03.2018 - Das Gemeinschaftsunternehmen hat ein Grundstück im polnischen Aviation Valley nahe des Flughafens Rzeszów gekauft, Baubeginn für das Instandhaltungswerk ist im Mai. … weiter


FLUG REVUE 05/2018

FLUG REVUE
05/2018
09.04.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- GROSSE ILA-VORSCHAU
- Bundeswehr: Die neuen Beschaffungspläne
- GE Aviation GE9X: Flugerprobung des Turbofans
- Ethiopian: Afrikas größte Fluggesellschaft
- Fokker DR I: Der Dreidecker des Roten Barons
- Raumstation: Wartungstrupp im All