06.12.2016
FLUG REVUE

Luftfahrt-Hochtechnologie aus Brandenburg Rolls-Royce baut 7000. Triebwerk in Dahlewitz

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat in Dahlewitz bereits das 7000. Triebwerk produziert. Es wird an Gulfstream geliefert, um einen G550-Businessjet der Amerikaner anzutreiben.

Rolls-Royce baut 7000 Triebwerke in Dahlewitz

Mit dem modernen Rolls-Royce-Werk in Dahlewitz verfügt Brandenburg über einen industriellen Top-Standort der Luft- und Raumfahrtbranche in Deutschland. Foto und Copyright: Rolls-Royce  

 

Das 7000. Triebwerk aus Dahlewitz ist ein BR710, teilte Rolls-Royce mit. Der britische Hersteller hatte am seit der Wiedervereinigung neu aufgebauten Standort in Brandenburg die Produktion 1995 begonnen. Das südlich der deutschen Hauptstadt und unweit des Flughafens BER gelegene Werk spielt für Rolls-Royce eine wichtige Rolle bei der Entwicklung, Zulassung und Produktion. 2300 Mitarbeiter werden in Dahlewitz beschäftigt. 

Neben dem BR710 werden in Dahlewitz auch die Triebwerksreihen Tay 611-8C und V2500 für die A320-Familie montiert. Außerdem werden Teststände, darunter für Getriebe und sogenannte "Blade out"- oder "Blade off"-Tests" betrieben. Dabei wird getestet, wie sich das Triebwerk nach dem Verlust einer Schaufel verhält. Auch für die größten Triebwerke des Airbus A350 XWB wurden entsprechende Tests in Dahlewitz durchgeführt. Von der in Dahlewitz neu entwickelten BR700-Triebwerksfamilie wurden alleine über 4000 Stück hergestellt. Sie haben insgesamt über 20 Mio. Betriebsstunden absolviert. 

Paul O’Neil, Produktionsvorstand für Fertigung und Tests bei Rolls-Royce Civil Aerospace, sagte: "Wir sind sehr stolz auf diesen Meilenstein, den unser Team in Dahlewitz in 20 Jahren harter Arbeit erreicht hat. Er zeigt auch, wie wichtig der Standort für den Erfolg von Rolls-Royce im Bereich der zivilen Luftfahrt ist."

Ab 2017 baut Rolls-Royce, ergänzend zum britischen Werk Derby, das Trent XWB des Airbus A350 auch noch in Dahlewitz. Der Triebwerkshersteller hat Kunden in 150 Staaten, zu denen 400 Fluggesellschaften und Leasingfirmen gehören. Außerdem gehören weltweit 160 Streitkräfte, darunter 70 maritime Teilstreitkräfte und 5000 Energiefirmen zu den Abnehmern der britischen Triebwerke und Nuklearantriebe.



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