26.05.2017
FLUG REVUE

UltraFan-TriebwerkRolls-Royce beginnt Hochleistungstests mit Getriebe

Das Getriebe für den künftigen UltraFan-Antrieb von Rolls-Royce wird in Dahlewitz bei Berlin sukzessive bis zu einer Leistung von 100.000 PS belastet und untersucht.

Rolls-Royce: Hochleistungstests mit Getriebe

In Dahlewitz wurde für die Entwicklung des UltraFan-Getriebes ein neues Testzentrum gebaut, hier der Hochleistungsprüfstand. Foto und Copyright: Rolls-Royce  

 

Rolls-Royce hat im neu gebauten Getriebetestzentrum in Dahlewitz mit Hochleistungstests des neuen Getriebes für künftige Großtriebwerke begonnen. Das teilte der britische Hersteller am Donnerstag mit. Das Getriebe wird nach Angaben von Rolls-Royce nun unter einer Last von bis zu 100.000 PS untersucht. Seit September 2016 fanden bereits Tests auf dem Lageprüfstand in Dahlewitz statt. 

Das Getriebe, das Rolls-Royce zusammen mit Liebherr-Aerospace entwickelt, ist eine der wichtigsten Komponenten für das UltraFan-Triebwerk, das Rolls-Royce etwa 2025 auf den Markt bringen will. Wie beim Getriebefan von Pratt & Whitney soll es zwischen Niederdruckturbine und Bläser sitzen und dafür sorgen, dass beide Komponenten in ihrem jeweiligen Drehzahloptimum laufen können. Durch die Optimierung mit dem Getriebe soll der UltraFan etwa 25 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als das Trent 700 (Airbus A330).

Allerdings dürfte das Rolls-Royce-Getriebe deutlich größer ausfallen als das beim PW1000G. Rolls-Royce plante den UltraFan ursprünglich in der Schubklasse von rund 445 Kilonewton und damit fast 300 Kilonewton über der stärksten Variante des Getriebefans von Pratt & Whitney. Allerdings stellte Rolls-Royce Ende März in Aussicht, den UltraFan auch für die Anwendung an Standardrumpfflugzeugen herunterzuskalieren. Noch gibt es keine Kunden für den UltraFan.

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Ulrike Ebner


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