08.06.2017
FLUG REVUE

Airlines Aircraft Availability CentreRolls-Royce eröffnet neues Monitoring-Zentrum

Im britischen Derby sammelt und wertet der britische Hersteller Rolls-Royce künftig große Mengen an Triebwerksdaten aus. Das soll den Flugbetrieb der Kunden-Airlines effizienter machen.

Rolls-Royce Airlines Aircraft Availability Centre

Mit neuen Kollaborationstools können Ingenieure vor Ort Live-Bilder mit dem Airlines Aircraft Availability Centre in Derby teilen. Foto und Copyright: Rolls-Royce  

 

Rolls-Royce hat am Dienstag sein neues Airline Aircraft Availability Centre in Derby eröffnet. Dort werden künftig auf der Basis von Big Data Triebwerksbetrieb und Maintenance geplant, wie der britische Hersteller in einer Pressemitteilung bekanntgab.

Nach eigenen Angaben überwachte Rolls-Royce bereits bisher tausende Triebwerke weltweit, um Reparaturen und Ersatzteillogistik planen zu können. Mit dem Airline Aircraft Availability Centre steigen die Briten aber noch stärker in die Analyse großer Datenmengen ein. Künftig werden nicht nur die Triebwerksdaten allein ausgewertet, sondern mit Daten von Kunden-Airlines und Partnerunternehmen kombiniert. Pro Flug kommen so nicht nur einige Kilobyte an Daten zusammen, sondern mehrere Terabyte, so Rolls-Royce.

Rolls-Royce will mit dem neuen Monitoring-Zentrum sowohl die Flugzeugverfügbarkeit bei den Airlines als auch die Treibstoffeffizienz verbessern. Die Vision sei, dass jedes von Rolls-Royce-Triebwerken angetriebene Flugzeug pünktlich starte und lande.

Im Airlines Aircraft Availability Centre will Rolls-Royce zudem mit neuen Technologien arbeiten. Dazu zählt ein Echtzeit-Kollaborationssystem, das es Ingenieuren auf der ganzen Welt ermöglicht, Live-Bilder aus dem Triebwerksinnern mit dem Team in Derby zu teilen und sich so Rat für die nächsten Schritte einzuholen. Zudem sollen Fachleute in Derby über Fernzugriffstechnologien die Möglichkeit haben, komplexe Ingenieursaufgaben an einem räumlich entfernten Triebwerk durchzuführen.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
Ulrike Ebner


Weitere interessante Inhalte
Prototyp im Test Rolls-Royce UltraFan: Getriebe-Gigant

12.10.2017 - Bis 2025 will Rolls-Royce seinen UltraFan als Nachfolger der Trent-Triebwerke auf den Markt bringen. Eine der Schlüssellösungen ist das riesige Getriebe zwischen Niederdruckturbine und Bläser. In … weiter

Kleinere Version der A330neo Airbus will Produktion der A330-800 noch 2017 starten

09.10.2017 - Während sich Airbus auf den Erstflug der A330-900 vorbereitet, werden bereits Teile für die kleinere Variante der A330neo hergestellt. … weiter

UltraFan-Triebwerk Rolls-Royce erreicht bei Getriebetests 70.000 PS

05.09.2017 - Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat bei der Erprobung des UltraFan-Getriebes nach eigenen Angaben einen neuen Rekord aufgestellt. … weiter

Rolls-Royce-Antrieb der A350-1000 EASA-Zulassung für Trent XWB-97

31.08.2017 - Die stärkste Variante des Trent-Triebwerks von Rolls-Royce wurde von der europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zertifiziert. … weiter

Rolls-Royce Zukunftstriebwerk vor den ersten Tests

19.06.2017 - Der britische Hersteller hat in Bristol einen Demonstrator seines Advance-Triebwerks fertiggestellt. Damit will Rolls-Royce demnächst die Erprobung neuer Technologien beginnen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 11/2017

FLUG REVUE
11/2017
09.10.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- US-Firma Boom: Nachfolger der Concorde?
- Verhandlungen: Das Ende von airberlin
- Swiss: C Series im Liniendienst
- RAF & USAF: „Red Air“ mit zivilen Jets
- X-37B: Geheimer Raumgleiter der USAF