11.05.2016
FLUG REVUE

A380-Großkunde wechselt den TriebwerkslieferantenRolls-Royce versendet erste Trents für Emirates-A380

Rolls-Royce hat am Mittwoch das erste "Shipset" von Triebwerken für eine Emirates A380 versandt. Die vier Mantelstromtriebwerke der Briten werden in Toulouse in die erste der nächsten 50 Airbus A380 für Emirates eingebaut. Bisher betrieb Emirates ihre A380 nur mit dem konkurrierenden Triebwerk GP7200 der Engine Alliance.

Triebwerk Trent 900 für Emirates A380

Emirates hat für ihre nächsten 50 Airbus A380 das Triebwerk Trent 900 von Rolls-Royce als Antriebsoption gewählt. Foto und Copyright: Rolls-Royce  

 

Die vier Trent 900-Triebwerke seien aus Derby nach Toulouse versandt worden, meldete Rolls-Royce. Emirates habe für die nächsten 50 Airbus A380 Trent-900-Triebwerke als Antrieb bestellt. Außerdem wurde das Wartungspaket TotalCare geordert, bei dem die Triebwerke ständig fernüberwacht werden und bei Störungen die weltweite Ersatzteilversorgung durch den Triebwerkshersteller organisiert wird. Die erste Emirates-A380 mit Trent-Triebwerken soll noch vor Jahresende in Dienst gestellt werden.

Eric Schulz, Rolls-Royce-Präsident für die zivile Luftfahrtsparte, sagte: "Der heutige Meilenstein ist der größte Auftrag unserer Geschichte für einen sehr angesehenen Kunden. Wir freuen uns auf den ersten Flug einer A380 mit Rolls-Royce-Triebwerken bei Emirates und wollen sicherstellen, dass die gesamte Flotte einen völlig problemlosen Dienstbeginn hat."

Das Trent 900 an der A380

Das Trent 900 wird seit 2007 von acht Betreibern für über 70 Flugzeuge als Antriebsvariante genutzt. Dabei wurden fünf Millionen Betriebsstunden erreicht. Seine Komponenten werden in Sunderland, Bristol, Ansty, Barnoldswick und dem schottischen Inchinnan gefertigt, die Endmontage erfolgt in Derby und Singapur.

Die jüngste Version wurde mit Elementen des Trent XWB und Trent 1000 aufgewertet. Dieser sogenannte Standard "EP3" (Enhanced Performance - 3. Leistungsverbesserung) nutzt zahlreiche aerodynamische Detailverbesserungen. Dazu gehören elliptisch geformte Vorderkanten an den Kompressorschaufeln, verbesserte Gehäuse, eine bessere Kühlluftführung, verbesserte Dichtungen und Verbesserungen in der Hochdruckturbine, die für den Betrieb in heißem Klima, wie bei Emirates, hilfreich sind.



Weitere interessante Inhalte
Enders und Brégier gehen Airbus tauscht die Führung aus

15.12.2017 - Der europäische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern Airbus tauscht seine Führungsspitze aus. Konzernchef Tom Enders verlängert seinen Vertrag nicht um eine dritte Amtszeit über den April 2019 … weiter

"IL-Check" bei den Elbe Flugzeugwerken Nächste Lufthansa A380 kommt nach Dresden

12.12.2017 - Am Dienstag wird der bereits zweite Airbus A380 von Lufthansa zur Wartung in Dresden erwartet. Auch Air France hatte ihre Riesen zuvor schon zum Check an die Elbe geschickt. … weiter

Vierstrahlige Rückkehr nach Triebwerksschaden Air France A380 kehrt aus Goose Bay zurück

07.12.2017 - Ein Airbus A380 von Air France ist nach 68 Tagen Standzeit aus Goose Bay in Kanada nach Paris zurückgekehrt. Dort war der Großraumjet nach einem schweren Triebwerksschaden gestrandet. … weiter

Fast die Hälfte der Flugzeuge gehen an Emirates Airbus A380: Die Nutzer

06.12.2017 - Mit der A380 hat Airbus das größte Passagierflugzeug der Welt entwickelt. Nach offiziellen Angaben liegen derzeit 317 Bestellungen von 18 Firmen für das Großraumflugzeug vor. Bis dato wurden davon 219 … weiter

Riesen-Premiere für chinesische Werft Air France: Erste A380 zur Wartung in Xiamen eingetroffen

05.12.2017 - Air France hat am Montag ihren ersten Airbus A380 zur Wartung nach Xiamen entsandt. In der dortigen Werft HAECO steht ein großes Wartungsereignis an. … weiter


FLUG REVUE 01/2018

FLUG REVUE
01/2018
11.12.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- 100. Airbus A380 für Emirates
- Airbus-Hoffnung China
- Auftragsfeuerwerk Dubai Air Show
- Tornado-Training
- F-35 für die Luftwaffe?
- Adaptive Tragflächen
- Vorausschauende Instandhaltung
- Mehrwegraketen