19.06.2017
FLUG REVUE

Rolls-RoyceZukunftstriebwerk vor den ersten Tests

Der britische Hersteller hat in Bristol einen Demonstrator seines Advance-Triebwerks fertiggestellt. Damit will Rolls-Royce demnächst die Erprobung neuer Technologien beginnen.

Rolls-Royce Advance-Demonstrator

In Bristol entsteht der Advance-Demonstrator von Rolls-Royce. Foto und Copyright: Rolls-Royce  

 

Am Freitag seien das Kerntriebwerk und das Bläsergehäuse im Werk in Bristol montiert worden, meldete Rolls-Royce am Montag auf der Pariser Luftfahrtmesse. Im Juli soll das Advance-Demonstratortriebwerk nach Derby transportiert werden, wo auch die Testkampagne stattfindet.

Das Kerntriebwerk umfasst die Schlüsseltechnologien des Advance-Programms. Die Architektur wird im Vergleich zu bisherigen Rolls-Royce Trent-Triebwerken deutlich verändert, indem die Arbeit von der Mittel- zur Hochdruckwelle umverteilt wird. Dafür bekommt die Hochdruckturbine eine zweite Stufe, die Mitteldruckturbine wird um eine Stufe verkleinert. Ein neuer zehnstufiger Hochdruck- und vierstufiger Mitteldruckverdichter sollen für ein sehr hohes Gesamtdruckverhältnis von 60:1 sorgen. Für den Demonstrator wird das neue Kerntriebwerk mit einem Trent-XWB-Bläsersystem und einer Trent-1000-Niederdruckturbine kombiniert.

Advance könnte als eigenständiges Triebwerk weiterentwickelt werden, ist für Rolls-Royce aber vor allem ein wichtiger Zwischenschritt bei der Entwicklung des UltraFan. Der Getriebefan soll ab 2025 verfügbar sein und 25 Prozent Treibstoffersparnis gegenüber der ersten Generation der Trent-Triebwerke bieten. Noch gibt es weder für Advance noch für den UltraFan Kunden. Die neuen Antriebe sollen nach Angaben von Rolls-Royce aber sowohl für Standardrumpfflugzeuge wie Airbus A320 oder Boeing 737, als auch für Großraumflugzeuge wie eine potentielle A380neo skalierbar sein.

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Ulrike Ebner


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