07.03.2018
FLUG REVUE

Rolls-RoyceTriebwerksprobleme überschatten gutes Jahresergebnis

Rolls-Royce hat das vergangene Jahr mit besseren Zahlen abgeschlossen als erwartet. Allerdings sorgen Qualitätsprobleme bei zwei Triebwerksprogrammen für hohe Kosten.

fr 09-2015 Trent Rolls-Royce Trent 1000 (Rolls-Royce)

Das Trent 1000 hat im Juli 2007 seine Zulassung erhalten und kommt am Dreamliner von Boeing zum Einsatz. Foto und Copyright: Rolls-Royce  

 

Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat 2017 einen Umsatz von knapp 15,1 Milliarden Pfund (rund 16,9 Milliarden Euro) erwirtschaftet, das entspricht einem Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach dem Rekordverlust von rund 4,7 Milliarden Euro 2016 unter anderem aufgrund des Wechselkurseinbruchs nach dem Brexit-Votum weist der Triebwerkshersteller für 2017 einen Gewinn vor Steuern von knapp 1,1 Milliarden Pfund aus (1,2 Milliarden Euro).

"Die Finanzergebnisse überstiegen unsere Erwartungen und wir haben einige wichtige betriebliche und technologische Meilensteine erreicht", so Warren East, CEO von Rolls-Royce. "Aber wir spüren die Auswirkungen steigender Kosten und der Herausforderung, erhebliche Probleme von im Dienst befindlichen Triebwerken zu managen."

Beim Trent 1000 (Boeing 787) gab es in den vergangenen Jahren Lebensdauerprobleme bei Schaufeln im Verdichter sowie in der Mittel- und Hochdruckturbine, beim Trent 900 (Airbus A380) sind die Schaufeln der Hochdruckturbine betroffen. Eine langfristige Lösung soll bis 2022 in die komplette Trent-1000-Flotte integriert werden. Beim Trent 900 werden Turbinenschaufeln mit längerer Lebensdauer laut Rolls-Royce bereits jetzt in der aktuellen Flotte eingeführt, weitere Redesigns seien bis 2020 verfügbar. Die Probleme kosten den Hersteller in diesem Jahr rund 340 Millionen Pfund (380 Millionen Euro) und 2019 weitere 240 Millionen Pfund (268 Millionen Euro).



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