15.01.2015
FLUG REVUE

Neues Produktionsverfahren eingeführtTurbomeca druckt Triebwerksteile

Der französische Triebwerkshersteller Turbomeca hat in seinem Werk in Bordes mit der Serienfertigung von Triebwerkskomponenten mittels 3D-Druck begonnen.

Turbomeca 3D Druck additive Manufacturing

In diesem Raum wird Turbomeca Turbinenteile im 3D-Druck herstellen. Foto und Copyright: Remy Bertrand/Turbomeca  

 

Der zum Safran-Konzern gehörende Triebwerkshersteller Turbomeca hat zu Beginn dieses Jahres mit der Fertigung von Triebwerkskomponenten im 3D-Druck begonnen. Bevor das neue Produktionsverfahren im industriellen Prozess zum Einsatz kam, hatte Turbomeca es mehrere Jahre lang getestet und qualifiziert. Innerhalb des Safran-Konzerns ist das Turbomeca-Werk in Bordes eines der ersten, das "gedruckte" Komponenten für Triebwerke in Serie fertigt.

Für die Arrano-Triebwerksfamilie werden Zerstäuberdüsen hergestellt. Für die Ardiden-3-Triebwerke kommt das neue Verfahren bei Brennkammer-Komponenten zum Einsatz. Nach Angaben des Herstellers funktioniert das Verfahren folgendermaßen: Ein Laser schießt computergesteuert Laserstrahlen in ein hochfeines Pulver, das dadurch zum Schmelzen gebracht wird. So entstehen zwischen 20 und 100 Mikrometer dünne Schichten, die im Laufe des Prozesses miteinander verschmelzen. Dadurch ist es möglich, auch Teile mit komplexen Formen herzustellen. Während die Zerstäuberdüsen für das Arrano-Triebwerk vorher noch aus mehreren Dutzend Einzelteilen bestanden, werden sie mit Hilfe des 3D-Drucks als ein einziges Teil hergestellt.

Turbomeca hat derzeit nur eine einzige Maschine in Betrieb, die dieses Verfahren beherrscht, will aber innerhalb der nächsten Jahre ihre Zahl deutlich erhöhen.

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V. K. Thomalla


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