08.06.2017
FLUG REVUE

Emissionstests von LufthansaWeniger Feinstaub durch Biokerosin

Lufthansa hat in Zusammenarbeit mit Lufthansa Technik und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen noch nicht zugelassenen vollsynthetischen Biotreibstoff untersucht und dabei wichtige Erkenntnisse zu Feinstaubemissionen gewonnen.

Feinstaubmessung CFM56 von Lufthansa Technik

Lufthansa hat ein vollsynthetisches Biokerosin mit einem CFM56-Testtriebwerk untersucht. Foto und Copyright: Lufthansa  

 

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa und das DLR haben mit einem CFM56-Testtriebwerk von Lufthansa Technik Emissionsmessungen mit dem noch nicht zugelassenen vollsynthetischen Kraftstoff CHJ (Catalytic Hydrothermolysis Jet) durchgeführt. Die Untersuchungen legten den Fokus auf die Feinstaubemissionen und den Zusammenhang zum Anteil an aromatischen Komponenten im Treibstoff. Die Ergebnisse gab Lufthansa am Mittwoch bekannt.

CHJ enthält wie fossiles Kerosin Aromaten und unterscheidet sich dadurch von allen bislang zugelassenen Biokerosin-Arten. Aromatische Verbindungen sind lauft Lufthansa erwünscht, um Ventile und Tankleitungen dicht zu halten.

Schon aus früheren Untersuchungen war bekannt, dass das Hinzufügen gegenwärtig zugelassener Biokerosine dazu führt, dass sich die Feinstaubemissionen aus Triebwerksabgasen verringern. Unklar war allerdings bislang, welche Rolle Aromaten dabei spielen. Nach Angaben von Lufthansa zeigen die nun vorgenommenen Messungen, dass ein Biokerosin, das den gleichen Aromatgehalt aufweist wie fossiles Kerosin, auch zu den gleichen Feinstaubemissionen führt.

Laut Lufthansa könnten mithilfe dieser Erkenntnisse Feinstaubemissionen an Flughäfen verringert werden. Bei fossilen Brennstoffen wird der Aromatgehalt durch die Zusammensetzung des Rohöls bestimmt und lässt sich kaum verändern, bei Biotreibstoffen könne der Aromatengehalt hingegen variiert werden.



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