Aus für „New York“- Stealth-Bomber-Flotte schrumpft

Zu teuer - US Air Force mustert verunfallte B-2 aus

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Die ohnehin schon sehr übersichtliche Spirit-Flotte wird noch kleiner: Die US Air Force hat sich entschieden, eine bei einem Unfall beschädigte B-2A nicht mehr zu reparieren.

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Noch führt die US Air Force 20 Exemplare des ersten Stealth-Bombers der Welt im Inventar. Aber wie aus einem jetzt veröffentlichten Regierungsdokument zu Strukturänderungen hervorgeht, wird im kommenden fiskalischen Jahr (1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025) eine B-2A außer Dienst gestellt. Gleichzeitig fallen 68 Dienstposten, davon vier Offiziere, weg. In der Begründung heißt es, dass die Ausmusterung erfolgt "aufgrund eines Bodenunfalls/Schadens, dessen Reparatur als unwirtschaftlich angesehen wird". Sicherlich dürfte auch die geplante Umrüstung auf die B-21 Raider eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben.

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Nur ein Absturz

Ursprünglich hatte das Pentagon die Beschaffung von 132 Einheiten des exotischen Nurflüglers vorgesehen. Aus Kostengründen schrumpfte die Zahl im Endeffekt auf 20 Stück plus eine auf den Einsatzstandard gebrachte Testmaschine. Am 23. Februar 2008 stürzte schließlich die "Spirit of Kansas" beim Start auf der Andersen AFB auf Guam ab. Die Besatzung rettete sich mit ihren Schleudersitzen. Feuchtigkeit in einem Luftwertegeber hatte zu falschen Daten geführt, die das Flugsteuerungssystem inkorrekte Befehle ausführen ließ.

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Die "Spirit of Kansas" wurde bei ihrem Absturz kurz nach dem Start auf Guam im Februar 2008 komplett zerstört.

Aufwendige Reparaturen

Relativ glimpflich kam die "Spirit of Washington" knapp zwei Jahre später, ebenfalls in Guam, davon: Ein Triebwerksbrand am Boden sorgte für aufwendige Reparaturen. Aber knapp drei Jahre und neun Monate später konnte die Maschine wieder in Dienst gehen.

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Zwei Kandidaten

Zwei Flugzeuge sind jedoch weiterhin außer Gefecht. Die "Spirit of Georgia" kam bei einer Notlandung auf der Whiteman AFB am 14. September 2021 von der Piste ab. Dabei brach das linke Hauptfahrwerk. Der Jet befindet sich derzeit in Palmdale. Noch weniger Glück hatte eine Schwestermaschine am 10. Dezember 2022. Auch die "Spirit of New York" legte eine Bruchlandung hin, und geriet zu allem Überfluss noch in Brand. Die Crew blieb unverletzt, aber die B-2 erlitt schwere Schäden.

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Nur noch 18 Jets verfügbar

Bis heute hat die USAF keine offizielle Unfallursache veröffentlicht. Der Zwischenfall hatte sogar zu einem zwischenzeitlichen Flugverbot geführt. Aufgrund der Schwere der Schäden gilt es als wahrscheinlich, dass es sich bei dem ausgemusterten Exemplar um die 82-1068 handelt. Damit beträgt das künftige Inventar nur noch 19 Maschinen, davon 18 einsatzfähig. Eine weitere B-2 ist im National Museum of the United States Air Force in Dayton ausgestellt. Dabei handelt es sich aber um eine statische Testzelle, die nie geflogen ist.

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