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Bundeswehr

Neuer Deal für NH90 und Tiger

Die Bundeswehr hat den im März 2013 geschlossenen „German Deal“ mit Airbus Helicopters geändert. Es sollen nun doch wieder 122 NH90 (inklusive Sea Lion für die Marine) bestellt werden. Beim Tiger sind 68 Hubschrauber vorgesehen.

Laut Verteidigungsministerium wurde die neue „Rahmenvereinbarung“ heute dem Finanzministerium zur Prüfung und Billigung übersandt. Eine Entscheidung im Haushaltsausschuss soll „voraussichtlich in den kommenden Wochen“ herbeigeführt werden.

Es bleibt bei den für das Heer vorgesehenen 80 Transporthubschraubern. Dazu soll die Marine zukünftig mit 18 NH90 in der Variante Sea Lion ausgestattet werden, um veraltete Systeme abzulösen und die sich abzeichnende Fähigkeitslücke zu schließen. Der „Marinetransporthubschrauber“ Sea Lion soll die Sea King Mk41 ablösen. Ein Einsatz der Sea Lion auf den Fregatten ist schon auf Grund der geringen Stückzahl nicht vorgesehen, so die Marine. Mittelfristig ist auch ein Nachfolgemodell für den Sea Lynx erforderlich, um das Einsatzspektrum eines fliegenden Waffenträgers abzudecken, heißt es.

Was die zusätzlichen 22 NH90 betrifft, die bisher als Option gehandelt wurden, sind diese für einen aufzustellenden multinationalen Verband vorgeehen. Damit soll „ein Leuchtturmprojekt für das Konzept „Pooling und Sharing“ initiiert werden“. Das Ministerium wird dabei „auch selbst mit einem signifikanten Eigenbeitrag vorangehen (Teilmenge Hubschrauber, Personal, Infrastruktur für Wartung und Betrieb in Deutschland). Dazu befindet sich der Generalinspekteur der Bundeswehr bereits in Gesprächen mit potentiellen Partnern“.

Beim Kampfhubschrauber Tiger werden nun doch wieder 68 statt 57 Maschinen abgenommen. Elf ältere Tiger will das Heer wie bekannt ausmustern. Sie sollen ausgeschlachtet und das Material für den Ersatzteilbedarf genutzt werden.

Aus Sicht des Ministeriums galt es, „den bei Nichteinigung drohenden automatischen Rückfall in die ungünstige alte Vertragsposition (mit kaum zu kalkulierenden Folgekosten) zu verhindern“. Die mit der Rahmenvereinbarung gefundene Regelung ist aus Sicht des Ministeriums nicht optimal, aber „die beste Lösung, die auf Basis der ungünstigen alten Vertragsposition verhandelt werden konnte".

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