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Erste Hardware für neue Version im Test

F-16 bleibt bis mindestens 2017 in Produktion

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Obwohl der Erstflug der YF-16 nun 40 Jahre zurückliegt, ist das Muster nach wie vor aktuell. Die erste Hardware für die neue Version F-16V, wird momentan an einer F-16 der USAF in Fort Worth getestet.

Es ist nun 40 Jahre her, dass der General-Dynamics-Testpilot Phil Oestreicher, am 20. Januar 1974, unabsichtlich den Erstflug der YF-16 auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien durchführte. Bei einem Hochgeschwindigkeitsrolltest brach das Flugzeug nach links aus, und Oestreicher musste Gas geben und den neuen Fighter in die Luft bringen, um einen Rollunfall zu verhindern. Der offizielle Erstflug erfolgte dann wenige Tage später, am 3. Februar. Lockheed Martin erinnerte auf der Farnborough Airshow in diesem Jahr an dieses Ereignis und gab einen Blick auf die Zukunft der F-16 Fighting Falcon.

Die wird nämlich heute immer noch produziert. "Die heute vorliegenden Bestellungen reichen für eine Serienfertigung bis ins dritte Quartal 2017 aus",  sagte Bill McHenry, der F-16 Business Development Director bei Lockheed Martin, in Farnborough. "Ich bin siccher, dass damit aber das Ende der Produktion nicht erreicht ist", sagte er und verwies auf einige laufende Verhandlungen mit nicht genannten potenziellen Kunden, die Interesse haben, das Muster zu kaufen. 

Bislang sind 4588 F-16 aller Versionen bestellt und 4547 Exemplare des leichten Fighters geliefert worden. Insgesamt haben 28 Kunden das Flugzeug im Einsatz, beziehungsweise bestellt.

Mit einer neuen Version, der F-16V, will Lockheed Martin die F-16 modernisieren. Dazu soll das Flugzeug ein AESA-Radar erhalten, sowie leistungsfähigere Bordrechner. Außerdem will der Hersteller den Jäger so umrüsten, dass er in der Lage ist, mit Fightern der fünften Generation zusammenzuarbeiten. "Die F-16V wird die neue Standardversion", sagte McHenry in Farnborough. Die Verbesserungen an den Muster sollen auch bestehende Kunden nutzen können. Lockheed Martin wird die Verbesserungen als Nachrüstsatz anbieten. Erste Test mit Hardware für die neue Version sind bereits in Fort Worth an einer F-16 der US Air Force zugange, sagte McHenry."Wir werden im nächsten Jahr mit dem ersten Flugzeug des neuen Standards fliegen!"

Er sagte, dass er verschiedene Nachrüstsätze für die verschiedenen F-16-Versionen geben werde, so dass alle Flugzeuge mit einer wirtschaftlich vertretbaren Restlebensdauer auf den neuen F-16V-Standard gebracht werden können. Zu den ersten Kunden der F-16V gehört Taiwan. Eine Anfrage beim Kongress über eine Exportgenehmigung der neuen Version nach Singapur sei im Gang, sagte McHenry. Aber auch Griechenland und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten Interesse daran, ihre F-16-Flotten auf den V-Standard zu modernisieren.

Konkurrenz im Modernisierungsgeschäft erhält Lockheed Martin von BAE Systems. Der US-Ableger des britischen Rüstungskonzerns arbeitet derzeit in Fort Worth daran, die erste Fighting Falcon für Südkorea zu verbessern. Es geht um die Umrüstung von rund 130 F-16C/D Block 52. Zentraler Bestandteil des Upgrades ist der Einbau eines Advanced Combat Radar von Raytheon (Antenne mit elektronischer Strahlschwenkung).

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