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Kommandowechsel in Eindhoven

Spanien neue Nation beim EATC

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Beim European Air Transport Command, das nun von Generalmajor Christian Badia geführt wird, sind jetzt sechs NATO-Mitgliedsländer beteiligt.

Generalmajor Christian Badia - zuvor Unterabteilungsleiter Planung 1 beim Bundesministerium der Verteidigung – wird das EATC in den kommenden zwei Jahren leiten. Bei der Kommandoübergabe von General Pascal Valentin (Frankreich) an Badia vor dem EATC Gebäude wohnten die Luftwaffeninspekteure der am EATC beteiligten Nationen(Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande) bei.

Für Deutschland nahm der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, an der Veranstaltung teil, besuchte dabei auch erstmalig das EATC selbst, welches die deutschen Lufttransportgeschwader 61 (Landsberg/Penzing), das LTG 62 (Wunstorf) und LTG 63 (Hohn) sowie die „graue Flotte“ der Flugbereitschaft BMVg operationell führt.

Erst wenige Stunden vorher hatte das Multinational Air Transport Committee (MATraC) - das sind alle Inspekteure der am EATC beteiligten Nationen - den offiziellen Beitritt Spanien als sechste EATC-Partnernation verkündet, verbunden mit der Aussicht, dass auch spanische Transportmaschinen bis Ende des Jahres aus dem EATC operationell („OPCON“) geführt werden. Mit dem Beitritt Spaniens können die EATC-Beitragsnationen bald auf eine assignierte Lufttransportflotte von etwa 160 Flugzeugen und knapp 20 verschiedene Flugzeugtypen zurückgreifen.

Für die Luftwaffe stellt der Beitritt Spaniens eine Erweiterung ihres Operationsradius dar, denn mit dem Beitritt Spaniens kann Deutschland über das Wechselsystem ATARES eigene Flugstunden gegen die anderer Nationen eintauschen und so die Transportleistung anderer Nationen in Anspruch nehmen. Mit Bezug auf die spanische Luftwaffe kann dies derart aussehen, dass beispielsweise spanische Boeing 707 oder KC-130 deutsche Kampfflugzeuge über dem Mittelmeer mit Treibstoff versorgen, spanische Hercules-Transporter Lufttransportaufträge von deutschen Transall C-160 gen Afrika übernehmen oder etwa demnächst deutsche Fallschirmspringer im Rahmen ihrer Ausbildung gegebenenfalls aus einer spanischen CASA C-295 „fallen“, immer unterstellt, dass dieses Flugzeugmodell sich nach der Kriterien der Verfügbarkeit, Effektivität und Effizienz als die geeignetste Alternative erweist.

Neben der Koordination des aktuellen Betriebs unterstützt das EATC mit diversen Projekten und Konzeptvorschlägen die Einführung der A400M in die nationalen Luftwaffen, verbunden mit dem Wissen, dass der A400M langfristig das Rückgrat des militärischen Lufttransports in Europa sein wird.

Aus Sicht der Luftwaffe ist das multinationale EATC der richtige Knotenpunkt, um die verschiedenen A400M-Nationen zusammenzubringen, damit die Einsatzmöglichkeiten des neuen Luftfahrzeugmusters effektiv genutzt werden - Stichwort Interoperabilität.

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