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Learjet-Absturz

Luftwaffe nennt Details zur Sauerland-Kollision

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Die Luftwaffe hat am Dienstag Details zum Unglückshergang einer Abfangübung veröffentlicht, bei der am Montag die zweiköpfige Besatzung eines Zieldarstellers ums Leben gekommen war.

Ziel der Übung sei das Abfangen des als Übungsziel eingesetzten Learjets durch die Eurofighter gewesen, teilte die Luftwaffe mit. Dabei erfolge die Identifizierung und visuelle Kontaktaufnahme sowie die anschließende Führung zu einem sicheren Landeplatz. Beim Einleiten der letzten Übungsphase, der Einleitung einer Linkskurve, sei es aus bisher noch unbekannten Gründen zum Zusammenstoß des Learjets mit dem ihn in enger Formation begleitenden Eurofighter gekommen.

Eine von der Luftwaffe veröffentlichte Skizze des Unfallgergangs zeigt einen der beiden Eurofighter hinter dem abzufangenden Learjet und den anderen an der linken Seite des Learjet auf gleicher Höhe. Dieses ist das beim Abfangen von Flugzeugen ohne Funkkontakt übliche Verfahren: Ein Jäger fliegt auf Höhe des Ziels und nimmt Blickkontakt mit dessen Piloten auf, um notfalls rein visuell Anweisungen erteilen zu können, während der zweite Jäger für alle Fälle die optimale Verfolgungs- und Schußposition hinter dem Ziel einnimmt.

Der Learjet stürzte nahe der Ortschaft Olsberg ab. Meldungen zu Personenschäden unbeteiligter Dritter lägen nicht vor. Offiziell sei das Schicksal der Besatzung des Learjets noch immer nicht sicher geklärt. Es müsse jedoch mit dem Schlimmsten gerechnet werden, so die Luftwaffe. Bei dem Zusammenstoß sei auch der Eurofighter stark beschädigt worden. Ein "Flugaußentank" und weitere Teile seien abgerissen.

Der beschädigte Eurofighter habe zum Heimatflugplatz Nörvenich fliegen und dort sicher landen können. Der Luftfahrzeugführer sei unverletzt und werde durch den Fliegerarzt und Psychologen betreut. Der zweite Eurofighter habe den ersten bis zu dessen Landung in Nörvenich begleitet. Er sei dann zum Flughafen Köln/Bonn weitergeflogen und dort ohne weitere Vorkommnisse gelandet. Beide Eurofighter gehören zum Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ in Nörvenich, zu dessen Aufgaben unter anderem das Abfangen unbekannter Flugzeuge im Rahmen der QRA-Alarmrotten gehört.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Arnsberg habe, wie üblich bei solchen Unfällen, ihre Ermittlungen aufgenommen. Für die Untersuchung des Flugunfalls sei die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zuständig. Die Abteilung Flugsicherheit in der Bundeswehr unterstütze die Untersuchung, so die Luftwaffe.

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