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Belgische F-16 wurden wegen Problemen mit dem F100-Triebwerk gegroundet. Belgisches Verteidigungsministerium

Belgische F-16 wegen Triebwerksproblem am Boden

Problem mit F100-Triebwerk Belgische F-16 am Boden

Wegen eines Trieberksproblems haben die belgischen Luftstreitkräfte ihre F-16-Flotte vorsorglich gegroundet. Die Luftraumsicherung über den Benelux-Ländern wird im Rahmen bestehender Vereinbarungen solange von niederländischen F-16 übernommen.

Laut Verteidigungsministerium hatte eine F-16 aus Florennes am 11. Februar während des Starts ein Problem mit dem F100-Triebwerk, das einige Teile verlor. Die meisten Teile fielen auf das Gelände der Basis. Der Pilot führte die üblichen Notfallverfahren durch und landete schnell wieder.

Die Untersuchung zeigte, dass wahrscheinlich mehrere Triebwerke das gleiche Problem haben. Auf Anraten des Triebwerksherstellers Pratt & Whitney und des Flugzeugherstellers Lockheed Martin wurde beschlossen, sofortige Abhilfemaßnahmen zu ergreifen und die verbleibenden Flugzeuge am Boden zu lassen, um so schnell wie möglich Überprüfungen durchzuführen.

Bei dem Problem handelt es sich um ein Durchbrennen der Düse. Ein Bruch im Material führt dazu, dass durch die hohe Temperatur mehrere Teile schmelzen, die dann abbrechen können.

Das Triebwerk des betroffenen Flugzeugs wurde demontiert und an das Wartungsunternehmen Patria BEC geschickt. Während der Untersuchung stellten die Ermittler ein Problem mit einem Scharnierstift fest. Eine gründliche Überprüfung der gesamten Flotte zeigte, dass eine erhebliche Anzahl von Motoren ähnliche Phänomene aufwiesen.

Die Reparaturzeit wird auf fünf Arbeitstage pro Motor geschätzt. Es gibt jedoch einen Mangel an Ersatzteilen auf dem Markt.

Das "Quick reaction Alert"-System über dem belgischen und niederländischen Luftraum bleibt auch während der Inspektionen in Betrieb. Während Belgien versucht, seine im Einsatz befindlichen F-16 mit den erforderlichen Ersatztriebwerken auszustatten fliegen niederländische F-16 im Alarmfall auch über dem Nachbarland.