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Regierungsflotte steigt auf Zweistrahler um

Japan will VIP-Jumbos durch zwei 777-300ER ersetzen

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Die Regierung von Japan hat am Dienstag beschlossen, ab 2019 zwei Boeing 777-300ER als neue Regierungsflugzeuge zu betreiben. Bis dahin sollen die in dieser Rolle bisher verwendeten beiden Jumbo Jets der Regierung ausgemustert werden.

Wie die Zeitung "The Japan Times" berichtete, soll die am Dienstag gefallene Regierungsentscheidung bis zum Herbst 2014 vertraglich festgeschrieben werden. Während die jetzige Boeing-747-400-Flotte in Zusammenarbeit mit Japan Airlines technisch gewartet werde, sei nach einer bereits gewonnenen Ausschreibung für die beiden neuen Boeing 777-300ER eine technische Betreuung durch die Holding von All Nippon Airways vorgesehen.

Die VIP-Flugzeuge werden durch die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte betrieben. Sie dienen zum Transport der Regierung bei Staatsbesuchen, zum Transport von Staatsgästen, zum Transport in Spannungszeiten und auch zur Beförderung der kaiserlichen Familie. Japan befördert aber auch normale Staatsangehörige in diesen Flugzeugen. So wurden zu Jahresbeginn mit mehrfachen Flügen Japaner nach einer Entführung aus Algerien zurück in ihre Heimat evakuiert.

Die beiden derzeit verwendeten Boeing 747-400 wurden 1987 bestellt und 1991 geliefert. Sie können in der VIP-Ausführung bis zu 150 Passagiere mitnehmen. Die militärische Besatzung besteht aus 17 bis 19 Mitgliedern. Im Bug befindet sich das VIP-Abteil, dahinter Räume für mitreisendes Verwaltungspersonal und Kabinettsmitglieder. Auf Höhe des Flügels ist ein Büroabteil eingebaut. Im Heck sind schließlich noch Sitzabteile für Journalisten und andere Mitflieger eingebaut. Die Anschaffungskosten der beiden neuen Flugzeuge werden, so die Zeitung, mit etwa 621 Millionen Euro für die beiden Flugzeuge beziffert. ANA betreibt bereits 19 eigene Boeing 777-300ER und hat weitere neun Flugzeuge bestellt.

Auch die USA stehen bald vor einer Nachfolgeentscheidung für das nächste Flugzeugmuster der US-Präsidentenflotte. Für den Nachfolger der militärisch als VC-25 bezeichneten und im Volksmund unter ihrem Rufzeichen "Air Force One" bekannten Vierstrahler auf Basis der 747-200 dürfte sich Boeing mit der 747-8 gute Chancen ausrechnen können. Airbus hatte bereits entschieden, sich mit der A380 an dieser Ausschreibung nicht zu beteiligen.

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