22.01.2018
FLUG REVUE

Aufträge und Lieferungen 2017Leichter Sinkflug bei Airbus Helicopters

Weniger Lieferung und weniger Bestellungen musste Airbus Helicopters für 2017 bilanzieren. Ein Lichtblick war die Verdoppelung der Aufträge für die Super-Puma-Familie, was fast ausschließlich auf das Konto des Militärbereichs geht.

H225 Militär mit Waffen Airbus Helicopters

Während der Offshore-Bereich weiter in der Krise ist hat Airbus Helicopters 2017 gute Aufträge für die Super-Puma-Familien von militärischen Kunden erhalten (Foto: Airbus Helicopters).  

 

Airbus Helicopters hat 2017 insgesamt 409 Hubschrauber ausgeliefert und damit neun weniger als im Jahr davor (2015: 423). Der Auftragsbestand zum Jahresende umfasste 692 Hubschrauber, nach 766 Ende 2016.

Die Bruttobestellungen betrugen 350 Maschinen nach 388 im Jahr 2016 und 283 im Jahr 2015, wobei nach Stornierungen noch netto: 335 blieben. Ein Lichtblick war, dass das Geschäft mit schweren und mittelschweren Hubschraubern besonders stark anzog. Es gingen 54 Bestellungen für Maschinen der Super-Puma-Familie und 19 für die mittelschwere H175 ein, die sich somit erneut als Bestseller in ihren jeweiligen Segmenten durchsetzten.

Zudem wurden 168 Aufträge über leichte einmotorige Hubschrauber (statt 188) und 105 für die leichten zweimotorigen H135 bzw. H145 erteilt. Letztere mussten damit einen deutlichen Einbruch hinnehmen, denn 2016 waren noch 163 der in Donauwörth gebauten Helikopter abgesetzt worden (2015: 156).

Laut Guillaume Faury, der nach fünf Jahren als CEO von Airbus Helicopters an die Spitze der  Verkehrsflugzeugsparte des Konzerns wechselt ist „die erste Phase der unternehmensweiten Transformation abgeschlossen, die wir 2014 angestoßen haben“. Dies gilt für die Spezialisierung der Fertigung an den Standorten Marignane, Donauwörth und Albacete. In diesem Zuge wurde auch die neue Produktionsanlage für Rotorblätter in Paris-Le Bourget eingeweiht.

„Dieses Jahr leiten wir die zweite Transformationsphase ein, in der wir insbesondere die Digitalisierung unserer Produkte, Dienstleistungen und Betriebsabläufe weiter beschleunigen. Damit verbessern wir sowohl die Kundenzufriedenheit als auch die Sicherheit unserer Flotte,“ so Faury.

„Gleichzeitig verfolgen sie einen anspruchsvollen Innovationsplan für die Hubschrauber der Zukunft“, erklärte Guillaume Faury, CEO von Airbus Helicopters. Allerdings müssen laut Faury die Studien für den schweren Hubschrauber 6X noch einmal vertieft werden, um das Konzept den veränderten Marktbedingungen anzupassen. Im Öl- und Gasmarkt ist kurzfristig kein Aufschwung in Sicht so dass wohl militärische Anforderungen stärker berücksichtigt werden müssen, um sich dort erfolgreich zu positionieren.



Weitere interessante Inhalte
Airbus Helicopters H225M erreicht 100000 Flugstunden

04.10.2018 - Seit der ersten Lieferung an die Armée de l´Air 2006 haben die derzeit 88 im Einsatz befindlichen H225M nun über 100000 Flugstunden erreicht. … weiter

OCCAR-Auftrag Studien für Kampfhubschrauber Tiger MkIII

27.09.2018 - OCCAR hat ein Konsortium aus Airbus Helicopters, Thales AVS und MBDA mit Risikomimierungsstudien für eine neue Version des Tiger beauftragt. … weiter

A350-Türen aus Donauwörth Airbus Helicopters startet 3D-Druck in Großserie

22.09.2018 - Die erste metallische 3D-Druck-Großserienfertigung im Airbus-Konzern wird in Donauwörth gestartet. Es geht um 2200 Verriegelungswellen für Türen der A350 pro Jahr. … weiter

Europäischer Kampfhubschrauber Airbus Helicopters Tiger - Die Nutzer

13.09.2018 - Der Europäische Kampfhubschrauber Tiger war schon in Afghanistan und in Afrika im Einsatz. Auch das deutsche Heer flog 2017/18 in Mali. … weiter

Fliegende Testlabore Die Forschungsflugzeuge des DLR

09.08.2018 - Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt die größte zivile Flotte von Forschungsflugzeugen und -hubschraubern in Europa. Wir stellen die ungewöhnlichen Fluggeräte vor. … weiter


FLUG REVUE 12/2018

FLUG REVUE
12/2018
05.11.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Raumfahrt Extra
- Wettbewerb: Spar-Jets für Übermorgen
- Neuer britischer Träger: F-35B auf der "Queen Elizabeth"
- Piloten: Die neue Lufthansa-Ausbildung
- A400M in Wunstorf: Erste Einsatzerfahrungen