13.05.2017
FLUG REVUE

Lufttransportgeschwader 62A400M nimmt Fuchs auf

In Wunstorf wurde erstmals die Verladung eines Transportpanzers Fuchs in den Airbus A400M der Luftwaffe getestet.

A400M Verladung Fuchs Mai 2017

In Wunstorf wurde die Verladung des Transportpanzers Fuchs im A400M getestet (Foto: Luftwaffe/W. Skupio).  

 

Bei dem Versuch wurde die Version A8A3A1 verwendet, ein so genanntes Panzeraufklärungsgruppenfahrzeug, das über eine „Fernbedienbare Leichte Waffenstation“, die FLW 200, verfügt. Es ist entweder mit einem schweren Maschinengewehr Kaliber 50 oder mit einer 40 Millimeter Granatmaschinenwaffe bestückt. „Die FLW macht den Fuchs nicht nur schwerer, sondern auch höher. Deswegen macht es Sinn, die Verladung in den A400M gerade mit diesem Fahrzeug zu proben“, erklärte Hauptfeldwebel Ralf König vom Panzergrenadierbataillon 391 aus Bad Salzungen.

Nachdem die Ladeexperten des LTG 62 den Fuchs umfassend gemustert hatten, wurde er erstmals mit neuen Schäkeln ausgerüstet, speziell dafür angefertigt, um das Fahrzeug im Bauch des A400M sicher zu verzurren. „Während des Fluges wirken unheimlich große Kräfte auf den TPz. Das Schlimmste, was dann passieren kann, wäre ein Verrutschen des Fahrzeugs“, erklärte Oberstabsfeldwebel Stephan, er ist Technischer Ladungsmeister in der TTVG (Test- und Weiterentwicklungsgruppe in der Luftwaffe) für den A400M.

Die Schäkel sind Spezialanfertigungen und werden in Zukunft die alten Schäkel ersetzen. Sie ermöglichen nicht nur den Einsatz mehrerer Ketten, diese können auch in verschiedenen Richtungen angebracht werden, damit sich das Fahrzeug im Laderaum bei Start und Landung oder bei Turbulenzen während des Fluges nicht verschiebt.

Als sich schließlich die Laderampe öffnete und der Fuchs langsam anrollte, lief nach Angaben der Luftwaffe alles reibungslos. Denn zusätzliche Stützen sorgen beim A400M auch dann für Stabilität, wenn sich ein Schwergewicht wie der Transportpanzer auf der Laderampe befindet. Innerhalb kürzester Zeit war der Panzer im A400M geparkt.

Damit war die Untersuchung jedoch noch nicht beendet. Denn es galt nun, Daten zu sammeln: Wie viele Ketten braucht man, um den TPz zu verzurren, wie fest müssen diese angezogen sein, wieviel Platz ist noch im Flugzeug und wie kann dieser optimal genutzt werden, wenn ein Fuchs im Laderaum steht? „Ein denkbares Szenario wäre, neben dem Fuchs auch gleich seine Besatzung, sowie die zugehörige Ausrüstung zu verfliegen. Das Limit setzt natürlich die Nutzlast des Luftfahrzeugs“, erläuterte Oberstabsfeldwebel Stephan. Und die liegt bei rund 37 Tonnen.



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