10.12.2012
FLUG REVUE

A400M schafft 300-Stunden Zuverlässigkeitstest

Airbus Military hat den 300 Flugstunden umfassenden Funktions- und Zuverlässigkeitstest (Function & Reliability – F&R) des neuen A400M-Transportflugzeugs erfolgreich abgeschlossen und damit eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine vollständige Zulassung erfüllt.

Nach dem durch Pannen erzwungenen Triebwerkswechsel schaffte das erste seriennahe Testflugzeug MSN6/"Gizzly 5“ den F&R-Test in nur 32 Tagen. In diesem Zeitraum absolvierte es 52 Flüge und war Gast auf zehn verschiedenen Flughäfen.

Fernando Alonso, Head of Flight and Integration Tests bei Airbus Military sagte: „Durchschnittlich absolvierte die Maschine zwei Flüge pro Tag und war dabei jeweils 15 Stunden in der Luft – und das über einen Zeitraum von 26 Tagen – für Wartungsarbeiten standen lediglich sechs Tage zur Verfügung. Die Crews waren sehr beeindruckt von der Leistung der Bordsysteme und Triebwerke, und wir sind sicher, auf dieser soliden Basis den zivilen und militärischen Zulassungsprozess in den kommenden Monaten abschließen zu können.“

Ziel des Programms ist es, das Verhalten des Flugzeugs im normalen Flugbetrieb zu prüfen; dies beinhaltet auch simulierte Ausnahmesituationen unter verschiedensten Wetter- und Umgebungsbedingungen.

Die Daten aus dem F&R-Programm werden nun von den Behörden analysiert, die für die zivile und militärische Zulassung der A400M zuständig sind: die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA und ein Ausschuss der Beschaffungsagentur OCCAR.

Nach Erteilung der eingeschränkten Musterzulassung im Mai 2012 war das 300-Stunden Zuverlässigkeitsprogramm die letzte große Hürde vor der vollständigen Zulassung. Airbus Military hoff nun, dass die A400M die vollständige zivile Musterzulassung und die militärische Bestätigung der vorläufigen Einsatzfähigkeit (Initial Operating Capability) im ersten Quartal 2013 erhalten wird.

Die Auslieferung der ersten Maschine (MSN7) an die französische Luftwaffe ist für das zweite Quartal 2013 geplant. Nach der letzten Umstrukturierung des Programms war der Dezember 2012 geplant (mit Gnadenfrist bis Ende März 2013). Insgesamt sollen 2013 vier Maschinen ausgeliefert werden.



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