06.03.2017
FLUG REVUE

Verteidigungsminister bei Airbus HelicoptersH160 für das französische Militär

Die neue H160 von Airbus Helicopters soll laut Verteidigungsminister le Drian als Basis für einen Helicoptère Interarmées Léger dienen, der im nächsten Jahrzehnt eingeführt wird.

H160 Le Drian in Marignane 2017

Verteidigungsminster Jean Yves Le Drian (hier mit Airbus-Helicopters-Chef Guillaume Faury) hat die Wahl der H160 als künftigen Helicoptère Interarmées Léger bestätigt (Foto: Französisches Verteidigungsministerium).  

 

Jean Yves le Drian machte diese Ankündigung bei einem Besuch im Airbus-Hubschrauberwerk in Marignane am Freitag, ohne Details zu nennen. Es geht um den Ersatz von Mustern wie Fennec, Gazelle, Panther und Alouette III sowie sogar des Puma bei Heer, Marine und Luftstreitkräften durch ein Einheitsmuster, was Ausbildung und Wartung vereinfacht.

Frankreich wäre damit der erste militärische Kunde für die H160, die sich seit Juni 2015 in der Erprobung befindet. Zwei Prototypen des 5,5 bis 6 Tonnen schweren Musters haben inzwischen rund 360 Flugstunden absolviert. Ein dritter Hubschrauber mit diversen Modifikationen soll im Sommer folgen. Die zivile Zulassung wird nun für „das erste Quartal 2019“ angestrebt.

H160 Kanada 2017 Kaltwettertests

Prototyp Nr. 2 der H160 absolviert Kaltwetterversuche in Kanada (Foto: Airbus Helicopters).  

 

Prototyp Nr. 1 machte sich jüngst zu Landungen auf frischem Schnee in die Alpen auf während die Nummer seit Dezember für Kältetests im kanadischen Yellowknife ist. Dort wurden Temperaturen bis – 35° C angetroffen. Auch nach einer Nacht im Freien habe sich der Helikopter aber sehr gut verhalten, so Programmleiter Bernard Fujarski.

Parallel zur Flugerprobung hat in Marignane der Aufbau der Endmontagelinie begonnen, die mit speziellen Vorrichtungen eine schnelle Durchlaufzeit ermöglichen soll. Konstruiert wurde die Linie von Latecoere.

Was die Verkäufe betrifft hält sich Airbus Helicopters mit Angaben weiter zurück. Man habe Absichtserklärungen, die im Laufe des Jahres in erste Festbestellungen umgewandelt werden sollen. Firmenchef Guillaume Faury betonte allerdings, dass man derzeit nur an Verträgen „hoher Qualität“ mit finanziell stabilen Kunden interessiert sei. Deals mit Lieferungen in fünf Jahren seien angesichts der volatilen Marktlage nicht erstrebenswert.



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