25.10.2018
FLUG REVUE

Wahl des US-Musters bestätigtF-35 für Belgien

Die belgische Regierung hat am Donnerstag bestätigt, dass sie sich für die F-35 und gegen Eurofighter und Rafale entschieden hat. Gekauft werden auch zwei SkyGuardian-Drohnen.

F-35B vorn ca. 2018

Mit Belgien wurde die F-35 nun von einem Dutzend Ländern als künftiges Kampfflugzeug ausgewählt (Foto: Lockheed Martin).  

 

Die Wahl der F-35 als Ersatz für die noch 52 vorhandenen F-16 war seit langem erwartet worden. Verteidigungsminister Steven Vandeput sagte auf einer Pressekonferenz „Das Angebot der Amerikaner war in allen sieben Evaluationskriterien das Beste“. Insbesondere lag der Preis mit 4,011 Milliarden Euro laut Regierung um 647 Millionen Euro unter dem Budgetansatz.

„Für diese Summe erwirbt unser Land 34 F-35A, zwei Flugsimulationszentren, Ausrüstung und Systeme für die operative und technische Unterstützung von Flugzeugen auf der Heimatbasis und während ihrer Einsätze, sowie Helmsysteme für die Piloten. Dieser Investitionsbetrag umfasst unter anderem die Kosten für die laufende  Modernisierung des Waffensystems und die Ausbildung von Piloten und technischem Personal für den Zeitraum 2018-2030. Die ersten neuen Kampfjets werden bis 2023 erwartet“, so Steven Vandeput.

Neben dem Kauf der F-35 wurde auch die Beschaffung von zwei General Atomics MQ-9B SkyGuardian-Aufklärungsdrohen im Wert von 226 Millionen Euro beschlossen. Steven Vandeput: "MALE-Drohnen spielen eine immer wichtigere Rolle bei Operationen, aber auf europäischer Ebene gibt es einen Mangel an dieser Art von Drohnen. Mit diesem Kauf … füllt (Belgien) ….ein Kapazitätsdefizit auf europäischer Ebene. Die Verwendung von MALE-Drohnen und deren Betrieb ist ein komplexes Unterfangen. Eine der Bedingungen dieses Kaufs war, dass unser Land in der Lage sein würde, mit einem anderen Land zusammenzuarbeiten. " Unter anderem fliegen Frankreich und die Niederlande die MQ-9.

Ein Sprecher von Ministerpräsident Michel erklärte, dass ein Teil des eingesparten Geldes für eine belgische Beteiligung an dem geplanten neuen deutsch-französischen Kampfflugzeugprojekt investiert werden soll. Die Rede ist von 369 Millionen Euro. Dies wird vor allem als Geste gegenüber Frankreich gewertet, dass mit der Rafale nicht zu Zug kam, allerdings eine Auftrag über mehr als 400 mittlere und leichte Kampffahrzeuge erhalten soll.



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