27.11.2014
FLUG REVUE

BundeswehrNeuer Deal für NH90 und Tiger

Die Bundeswehr hat den im März 2013 geschlossenen „German Deal“ mit Airbus Helicopters geändert. Es sollen nun doch wieder 122 NH90 (inklusive Sea Lion für die Marine) bestellt werden. Beim Tiger sind 68 Hubschrauber vorgesehen.

NH90 Termez 2013

Die Bundeswehr will nun doch insgesamt 122 NH90 abnehmen (Foto: Bundeswehr).  

 

Laut Verteidigungsministerium wurde die neue „Rahmenvereinbarung“ heute dem Finanzministerium zur Prüfung und Billigung übersandt. Eine Entscheidung im Haushaltsausschuss soll „voraussichtlich in den kommenden Wochen“ herbeigeführt werden.

Es bleibt bei den für das Heer vorgesehenen 80 Transporthubschraubern. Dazu soll die Marine zukünftig mit 18 NH90 in der Variante Sea Lion ausgestattet werden, um veraltete Systeme abzulösen und die sich abzeichnende Fähigkeitslücke zu schließen. Der „Marinetransporthubschrauber“ Sea Lion soll die Sea King Mk41 ablösen. Ein Einsatz der Sea Lion auf den Fregatten ist schon auf Grund der geringen Stückzahl nicht vorgesehen, so die Marine. Mittelfristig ist auch ein Nachfolgemodell für den Sea Lynx erforderlich, um das Einsatzspektrum eines fliegenden Waffenträgers abzudecken, heißt es.

Was die zusätzlichen 22 NH90 betrifft, die bisher als Option gehandelt wurden, sind diese für einen aufzustellenden multinationalen Verband vorgeehen. Damit soll „ein Leuchtturmprojekt für das Konzept „Pooling und Sharing“ initiiert werden“. Das Ministerium wird dabei „auch selbst mit einem signifikanten Eigenbeitrag vorangehen (Teilmenge Hubschrauber, Personal, Infrastruktur für Wartung und Betrieb in Deutschland). Dazu befindet sich der Generalinspekteur der Bundeswehr bereits in Gesprächen mit potentiellen Partnern“.

Beim Kampfhubschrauber Tiger werden nun doch wieder 68 statt 57 Maschinen abgenommen. Elf ältere Tiger will das Heer wie bekannt ausmustern. Sie sollen ausgeschlachtet und das Material für den Ersatzteilbedarf genutzt werden.

Aus Sicht des Ministeriums galt es, „den bei Nichteinigung drohenden automatischen Rückfall in die ungünstige alte Vertragsposition (mit kaum zu kalkulierenden Folgekosten) zu verhindern“. Die mit der Rahmenvereinbarung gefundene Regelung ist aus Sicht des Ministeriums nicht optimal, aber „die beste Lösung, die auf Basis der ungünstigen alten Vertragsposition verhandelt werden konnte".



Weitere interessante Inhalte
Technische Probleme Neuer Lasthaken für NH90

09.10.2017 - Nach zweieinhalb Jahren ist der Mehrzweckhubschrauber NH90 beim Heer zum ersten Mal wieder mit Außenlast geflogen. … weiter

Heeresflieger Tiger in Mali fliegen wieder

05.10.2017 - Am Mittwoch waren die Tiger-Kampfhubschrauber des Heeres erstmals seit dem Absturz im Juli wieder in Mali in der Luft. … weiter

Luftwaffe Tornados fliegen nach Jordanien

04.10.2017 - Am Mittwochvormittag starteten vier Aufklärungstornados des Luftwaffenkontingents von Jagel und Büchel aus nach Jordanien. … weiter

Bundestag-Haushaltsausschuss Grünes Licht für Drohnen

29.06.2017 - Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der letzten Sitzungswoche vor den Wahlen eine Reihe weiterer Rüstungsprogramme genehmigt. … weiter

Luftwaffen-Transall fliegt im historischen Silber "Silberne Gams" würdigt Penzinger Geschichte der Luftwaffe

31.05.2017 - Die Luftwaffe hat ihre Transall 51+01 im silbernen Farbton der ersten Luftwaffentransporter lackiert, um damit an die 60-jährige Geschichte des LTG 61 in Penzing zu erinnern. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 11/2017

FLUG REVUE
11/2017
09.10.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- US-Firma Boom: Nachfolger der Concorde?
- Verhandlungen: Das Ende von airberlin
- Swiss: C Series im Liniendienst
- RAF & USAF: „Red Air“ mit zivilen Jets
- X-37B: Geheimer Raumgleiter der USAF