06.04.2018
FLUG REVUE

SeefernaufklärerDeutsch-französischer P-3C-Nachfolger geplant

Deutschland und Frankreich wollen ein neues Marine-Patrouillenflugzeug entwickeln. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihre französische Amtskollegin Florence Parly planen, am 27. April eine entsprechende Absichtserklärung zu unterzeichnen.

P-3C Orion Marineflieger

Ein europäisches Maritime Airborne Warfare System soll die P-3C der Marineflieger ablösen (Foto: Bundeswehr).  

 

Das „Maritime Airborne Warfare System“ – so der Arbeitstitel des beabsichtigten Entwicklungsprogramms – soll künftig die P-3C Orion und die Breguet Atlantique 2 ersetzen, die zurzeit in der Deutschen Marine und in der Marine Nationale im Einsatz sind. Sobald beide Flugzeugtypen außer Dienst gestellt werden, soll das gemeinsame Nachfolgemodell bereitstehen.

Bereits der Deutsch-Französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat hatte am 13. Juli 2017 in Paris beschlossen, eine „europäische Lösung“ zu suchen, um die Fähigkeiten zur Seeaufklärung in der deutschen und der französischen Marine zu erneuern, und dafür 2018 einen „gemeinsamen Fahrplan“ zu erarbeiten. Teil der Planungen wird sein, dass beide Seiten ihre Fähigkeitsanforderungen an das mögliche gemeinsame Modell koordinieren.

Acht gebrauchte Lockheed Martin P-3C Orion wurden 2006 bei der Deutschen Marine in Dienst gestellt. Das viermotorige Flugzeug hat eine Einsatzreichweite von rund 2500 Kilometern. Seine Hauptaufgabe ist die Überwachung großflächigen Seeraums – sowohl über als auch unter der Wasseroberfläche. Um etwa gegen Uboote vorzugehen, kann das größte Kampfflugzeug der Bundeswehr unter anderem bis zu acht Torpedos tragen.



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