25.08.2012
FLUG REVUE

Die Schweiz und Schweden schließen Rahmenabkommen zur Gripen ab

Bundesrat Ueli Maurer treibt die Beschaffung eines Teilersatzes für die Tiger-Flotte der Schweizer Luftwaffe voran. Die Kritik von Politikern aus allen Parteien nimmt aber zu.

Gripen Demo Waffen

Die Schweiz will die verbesserte Gripen NG (hier das Demo-Flugzeug) beschaffen (Foto: Saab/Tokunaga).  

 

Wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag mitteilte, hat man mit der schwedischen Regierung ein Rahmenabkommen für die Beschaffung von 22 Gripen abgeschlossen.

Vertragspartner sind die armasuisse und die schwedische Regierungsagentur FXM. Es werden „Details der Beschaffung“ geregelt, wie Leistungsspezifikationen, Liefertermine, Preis, Ausrüstungsumfang und Bodeninfrastruktur für Einsatz und Ausbildung. Die Einzelheiten will Maurer am Dienstag bekannt geben.

Das Rahmenabkommen ist ein weiterer Schritt nach der Declaration of Intent in Meiringen durch Verteidigungsministerin Karin Enström und Bundesrat Ueli Maurer vom Juni.

Zwischenzeitlich hatte am 20. August die Subkommission TTE (Tiger-Teilersatz) der Sicherheitskommission des Nationalrates die Evaluation, die dem Bundesrat als Grundlage für seinen Typenentscheid vom 30. November 2011 für den Gripen diente, als korrekt eingestuft.

Die gründliche und von der Subkommission der Sicherheitskommission des Nationalrates sehr aufwändig geführte Untersuchung brachte keine wesentlichen Abweichungen der vom VBS bisher festgestellten offenen Fragen zutage. Diese sollen im Bundesrat in der schon länger in Aussicht gestellten Rüstungsbotschaft behandelt werden, hieß es in Bern.

Schwedens Verteidigungsministerin Karin Enström sagte unterdessen am Freitag in Stockholm, sie werde im Budget 2013 eine Erhöhung von mehr als zwei Milliarden Euro über zehn Jahre vorschlagen. Dies erlaube „die Beschaffung von 40-60 JAS Gripen der nächsten Generation für Schweden“.

„Die Partnerschaft mit der Schweiz bedeutet, dass wir ein fortschrittliches Kampfflugzeuge-Systeme gemeinsam beschaffen und betrieben, bei geringeren Kosten als wenn wir es alleine kauften. Hiermit möchten wir eine nachhaltige Lösung für die schwedischen Streitkräfte und die schwedische Industrie finden", so Enström.



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