13.12.2016
FLUG REVUE

Israelische Version der Lightning II Erste Lockheed F-35I "Adir" treffen in Israel ein

Am Montagabend feierten die israelischen Luftstreitkräfte die Ankunft der ersten beiden F-35I "Adir" auf der Basis Nevatim. 50 Maschinen sind bei Lockheed Martin bestellt.

Lockheed Martin F-35I Lightning II Adir Ankunft Israel

Nach der Landung in Nevatim erhielten die ersten beiden F-35I Adir feierlich ihre Davidstern-Hoheitszeichen. Foto und Copyright: Israel Air Force  

 

Der Stealth-Jagdbomber "Adir" ("mächtig") sei das erste Flugzeug der fünften Generation für die israelische Luftwafffe, meldete die IAF. Ab morgen seien die ersten Flüge geplant und die volle Einsatzbereitschaft solle bis Jahresende 2017 erreicht werden. Wegen starken Nebels über Italien und strenger amerikanischer Sicherheitsvorschriften hatte sich die Landung in Israel leicht verzögert. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu, US-Verteidigungsminister Ashton Carter, Israels Verteidigungsminister Avigdor Liebermann, Generalstabschef Gadi Eizenkot, IAF-Kommandeur Amir Eshel und Lockheed Martin-Präsidentin Marillyn Hewson nahmen die neuesten Jets feierlich in Empfang.

Premierminister Netanyahu sagte, dass die Stealth-Jagdbomber und ihre Piloten in jedem Gebiet, sowohl nah, als auch fern, eingesetzt werden könnten. "Unser Ziel ist die Überlegenheit in allen Bereichen: Luft, See, Boden und im Cyberraum. Wir bauen unsere Streitkräfte aus und schärfen unsere Fähigkeiten bei Verteidigung, Angriff, Abschreckung und Entscheidungsfähigkeit. Die Adir werden uns hierbei stärken." US-Verteidigungsminister Carter sagte: "Heute ist Israel unser einziger Verbündeter in der Region, der die F-35 fliegt. Die F-35 wird den USA und Israel helfen, enger zusammenzuarbeiten und gemeinsam effizienter zu werden. Gemeinsam werden wir den Luftraum beherrschen."

"Die Adir wird die gesamte IAF voranbringen", sagte Generalmajor Eshel. "Wir planen, unsere Fähigkeiten bei Angriff und Verteidigung auf ein neues Niveau zu bringen. Unsere Luftwaffe wird dadurch viel kampfkräftiger, vernetzter und bedeutsamer als jemals zuvor." Die 50 bestellten F-35I bedeuten für Israel einen technologischen Quantensprung. Neu sind enger vernetzte Systeme mit Datenübertragung an den Boden und an andere Luftfahrzeuge, die reduzierte Erfassbarkeit und die verbesserte Lagedarstellung an Bord.

Auch die Logistik, das Traininig und die Ausbildung werden stark verändert. So sollen 50 Prozent der Trainingsstunden im Simulator geflogen werden. "Dieses Flugzeug wird eine herausragende Kampfmaschine sein und ein Informations- und Entscheidungszentrum, welches auch im Angesicht gefährlichster Bedrohungen auf völlig neuen Wegen erfolgreich funktioniert", sagte Generalmajor Eshel.

Die vor sechs Jahren bestellten Adir werden beim Golden Eagle-Geschwader eingesetzt. Zunächst sollen Piloten und Techniker mit Test- und Trainingsflügen schrittweise an den Einsatzbetrieb herangeführt werden. Israel erwägt bereits, seine Stückzahl auf 75 Flugzeuge des modernsten US-Musters zu erhöhen.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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