21.09.2011
FLUG REVUE

Eurofighter: Erstes Software-Projekt der Luftwaffe

Das Systemunterstützungszentrum Eurofighter in Manching führt derzeit das erste nationale Softwarepflege und -änderungsprojekt für den Eurofighter durch. Die Zulassung für das „Sort-Lines“-Anzeigeformat soll bis Ende des Jahres erreicht sein.

Short Lines Eurofighter

Linien zeigen dem Eurofighter-Piloten an, welche gegnerischen Jets bekämpft werden (Bild: SaSysUZ EF).  

 

„Sort Lines“ wird das Lagebild der Piloten bei Luft-Luft-Kampfszenarien deutlich verbessert. "Sort Lines" erleichtern die Koordinierung und erlauben es, schnell und effektiv auf Bedrohungen zu reagieren. Aufwändiger Funkverkehr soll entfallen.
Eine "Sort Line" weist immer von den eigenen Luftfahrzeugen (kleine schwarze Kreise) auf mögliche Gegner (rote Rauten). Es gibt dabei zwei unterschiedliche Arten von "Sort Lines": Die gestrichelte Darstellung bedeutet, dass ein mögliches Ziel erfasst wurde, die durchgezogene Linie, dass bereits ein Lenkflugkörper abgefeuert wurde.

Mit dieser Darstellung kann der Pilot im Luftkampf auf einen Blick erkennen, welche Ziele bereits erfasst und gegebenenfalls bekämpft werden. Die dafür benötigten Daten werden im Eurofighter über ein modernes Kommunikationsmittel der NATO, das sogenannte MIDS (Multifunctional Information and Distribution System, auch als Link16 bekannt) bereitgestellt.

Die Entwicklung von „Short Lines“ begann nach Abschluss der Vorbereitungen 2010. Mit dem Beginn der Testphase weist das Team aus Spezialisten der Luftwaffe und von Cassidian mittlerweile 15 Mitarbeiter auf.

Aktuell finden die finalen Abnahmetests in der Testumgebung des SUZ EF (Systemunterstützungszentrum) statt. Parallel dazu wurde im September die Flugerprobung aufgenommen.



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