10.07.2012
FLUG REVUE

Eurofighter-Nationen erwarten Angebot für AESA-Radarentwicklung

Ein Jahr nach der Absichtserklärung der Minister haben die vier Eurofighter-Partnerländer die Industrie nun aufgefordert, detaillierte Angebote für die Entwicklung eines Radars mit elektronischer Strahlschwenkung vorzulegen.

Captor-E

Captor-E soll den Eurofighter-Exportchancen neuen Schub geben (Foto: K. Schwarz)  

 

Der „Request for Quotation" wurde Anfang Juli von der Managementorganisation NETMA herausgegeben, und eine Antwort wird im Herbst erwartet. Ziel ist es laut Eurofighter-Geschäftsführer Enzo Casolini, nach den entsprechenden Genehmigungsprozessen in den Ländern „Mitte nächsten Jahres“ einen Vertrag zu unterzeichnen. Dies würde Lieferungen des E-Scan-Radars „ab Ende 2015“ ermöglichen.

Euroradar und Eurofighter finanzieren seit langem Arbeiten am so genannten Captor-E vor. Der nächste „große Schritt“ soll die Flugerprobung eines Versuchsträgers „Ende 2013“ in einem Eurofighter sein.

Wie daraus ein Serienmodell abgeleitet wird scheint aber noch unklar. Denn obwohl die Nationen ihre Anforderungen nun „harmonisiert“ haben wird es wohl keine einzige Lösung geben. Man will man einen „modularen Ansatz“ verfolgen, bei dem zumindest das „Back End“ identisch ist. Als Basis gilt derzeit ein Entwurf mit drehbar montierter AESA-Antenne – allerdings nur mit einem Drehlager.

Ideen, Saudi-Arabien an der Finanzierung zu beteiligen, seien Sache der Regierungen, hieß es in Farnborough. Klar ist jedenfalls, dass die AESA-Antenne nun endlich kommen muss, wenn man auf dem Exportmarkt konkurrenzfähig sein will.



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