11.10.2013
FLUG REVUE

Wichtige Entscheidung im JSF-ProgrammF-35 bleibt beim aktuellen Pilotenhelm

Das Pentagon hat Vertrauen in den Helm von VSI gefasst und die Entwicklung einer Alternative durch BAE Systems gestoppt.

F-35 Pilotenhelm

Der Helm der F-35-Piloten geht an die Grenzen des technisch machbaren und bereitete in der Entwicklung viele Probleme (Foto: USAF/King).  

 

Der Pilotenhelm ist bei der F-35 eines der kritischsten Ausrüstungsteile, denn er ersetzt praktisch das nicht vorhandene Head-up-Display. Die Entwicklung des Systems bei Vision Systems International (VSI, eine Tochtergesellschaft von Rockwell Collins und Elbit Systems) war bisher allerdings durch viele Schwierigkeiten gekennzeichnet.

BAE Systems erhielt deshalb im September 2011 den Auftrag, eine etwas einfachere Alternative zu entwickeln. Dafür wurden bisher etwa 60 Millionen Dollar ausgegeben. Durch den jetzigen Abbruch und den Verzicht auf ein Vergleichsfliegen spart das Militär laut Joint Program Office (JPO) 45 Millionen Dollar ein.

Nach Angaben des JPO wurde zudem eine Preisreduzierung des VSI-Systems um 12 Prozent bis zur LRIP-Tranche 11 vereinbart.

Bereits ab 2016 (Vorserien-Produktionslos 7) soll die Gen-3-Version des Helms verfügbar sein, die ab kommendem Jahr getestet wird. Das Modell der dritten Generation erhält laut Hersteller eine verbesserte Nachtsichtkamera, neue LDC-Displays sowie Softwareverbesserungen, die das Zittern der Darstellung eliminieren und die Kalibrierung automatisieren.

Die Piloten der F-35 Lightning II erhalten alle flugrelevanten Daten auf ihrem Helmvisier eingespiegelt. Neben Informationen zu Zielen und zum Flug selbst können auch Bilder der IR-Sensoren gezeigt werden, die das komplette Umfeld des Flugzeugs abdecken. Der Pilot kann quasi durch den Cockpitboden sehen.



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