14.07.2014
FLUG REVUE

Nicht in FarnboroughF-35 immer noch am Boden

Nach einem Triebwerksschaden am 23. Juni sind alle F-35 immer noch gegroundet. Das geplante Airshow-Debüt in Farnborough fällt daher aus.

F-35 Mockup Farnborough 2014

Die Besucher in Farnborough müssen einmal mehr mit einem 1:1-Modell der F-35 Vorlieb nehmen (Foto: K. Schwarz)  

 

Die Chancen, dass die F-35B noch rechtzeitig eine Freigabe der zuständigen Militärstellen bei Air Force und Navy für den Transatlantikflug nach Fairford und Vorführflüge in Farnborough erhält, sind jedenfalls sehr, sehr gering. Pentagon und Hersteller Lockheed Martin wollten auf der Messe die Hoffnung aber immer noch nicht aufgeben.

Immerhin gab es erstmals etwas detailliertere Angaben zu den Gründen des Triebwerksversagens und des anschließenden Brands in einer F-35A der US Air Force. Laut Generalleutnant Christopher Bogdan, dem Chef der Joint Program Office, brach die integral mit den Schaufeln gefertigte Scheibe der dritten Verdichterstufe. Ursache war eine übermäßge  Reibung der Schaufeln an den Spaltabdichtungen, was zu höheren Temperaturen und mit der Zeit zu Ermüdungsrissen führte.

Inzwischen sind laut Bogdan alle rund 100 F135-Triebwerke untersucht, ohne dass ähnliche Probleme gefunden wurden. Es könnte sich also um einen Ausreißer handeln. Laut Hersteller Pratt & Whitney hat der jetzige Zwischenfall auch nichts mit anderen Problemen zu tun, die zuletzt auf dem Teststand aufgetreten waren.



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