28.04.2016
FLUG REVUE

Airbus QuartalsbilanzGetriebeprobleme beim A400M könnten erhebliche Kosten verursachen

Airbus hat in seiner Bilanz für das erste Quartal „gravierende Herausforderungen bei der Produktion und Lieferung der A400M eingeräumt. Schuld sind „unerwartete Probleme mit dem Propellergetriebe“.

A400M Luftwaffe zwei in Sevilla 2015

Die A400M bleibt das Sorgenkind von Airbus. (Foto: Airbus Defence & Space).  

 

Man werde nun diese technischen Mängel zusammen mit dem Triebwerkspartner Europrop abarbeiten müssen, was „sehr frustrierend“ sei, so Airbus. Eine umfassende Überprüfung der technischen und industriellen Aspekte ist laut Firma im Gange, um sowohl kurz- als auch langfristige Lösungen zu erreichen. Auch die Auswirkungen auf die bereits im Dienst stehenden Transporter werden geprüft.

Nicht erwähnt wurden von Airbus andere Probleme am A400M. Zuletzt gab es Berichte über Risse in Rumpfteilen.

Die „industrielle Effizienz“ (das heißt Termine und Kosten) sowie die Entwicklung der militärischen Fähigkeiten bleiben während der Anlaufphase eine Herausforderung. Das Unternehmen diskutiert mit den Kunden immer noch einen längst überfälligen neuen Zeitplan für die Einarbeitung militärischen Fähigkeiten und die Erhöhung der Lieferraten.

Insgesamt müssen laut Airbus die Kostenabschätzungen des Programms entsprechend angepasst werden, „aber in diesem Stadium gibt es noch nicht genügend Erkenntnisse hinsichtlich der technischen, wirtschaftlichen und industriellen Konsequenzen und ihrer möglichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss“. Sie könnten allerdings „bedeutend“ sein.



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