25.04.2018
FLUG REVUE

Japan zeigt seinen U-Boot-Jäger P-1 in Berlin

Die Kawasaki P-1 zeigte am Mittwoch auf der ILA die Bandbreite ihrer Manöver. 15 der 70 bestellten, modernen U-Bootjäger stehen bei den Marinefliegern Japans bereits im Dienst.

P-1 ILA Flug

Die Kawasaki P-1 bot auch bei stürmischem Wetter eine beeindruckende Vorführung auf der ILA 2018 in Berln (Foto: Karl Schwarz).  

 

Eine hochrangige Delegation des japanischen Verteidigungsministeriums unter der Führung von Hiroshi Shibata vom Marinestab stellte den Vierstrahler vor. Die P-1 wurde für die Selbstverteidigungsstreitkräfte als P-3 Orion-Nachfolger entwickelt. Der Rumpfquerschnitt orientiert sich am Propellermuster, wurde aber um einen großvolumigen Bombenschacht ergänzt, der bis zu acht Torpedos oder auch Minen, Bomben oder Flugkörper fasst. Das vierstrahlige Flugzeug wurde seit 2001 entwickelt und startete 2007 zum Erstflug. 2013 wurden die ersten Exemplare ausgeliefert.

Die Steuerung erfolgt per Licht („Fly by light“), um die komplizierte Bordelektronik nicht zu stören, die unter anderem weitreichende Radaranlagen zur Seeraumüberwachung enthält. Vier maßgeschneiderte, auffallend leise, F7-10 Turbofans sind am Flügel mit superkritischem Profil installiert. Die Besatzung im Glascockpit mit Head-up-Displays und elektronischen Steuerhörnern besteht aus zwei Piloten. in der Kabine finden zwölf Missionsspezialisten an Konsolen für Radar, Akustik,  Elektro-optische Beobachtung, Elektronikmaßnahmen und Magnetfeldmessung Platz, die aber bei Bedarf auch rein visuelle Beobachtungsaufgaben, etwa im Such - und Rettungsdienst, durch vier große Beobachterfenster lösen können.

Die 35,4 Meter lange P-1 hat eine Startmasse von 79,7 Tonnen. Sie schafft 8000 Kilometer Reichweite, bis zu 450 Knoten Geschwindigkeit, kann aber auch mit nur 110 Knoten sehr langsam fliegen. Auf der ILA zeigte die sehr wendige P-1 Steilfluglagen mit mehr als 90 Grad.
SST



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