04.03.2011
FLUG REVUE

KC-X: EADS legt keinen Protest ein

Da das Verfahren vom Pentagon diesmal korrekt durchgeführt wurde, legt die EADS keinen Protest gegen den Sieg von Boeing im Tankerwettbewerb der USAF ein. Der von der USAF mit einigen Faktoren errechnete Preisunterschied lag bei zwei Milliarden Dollar.

Bei einer Pressekonferenz heute Mittag in Washington sagte Ralph Crosby, Chairman von EADS North America, dass es letztlich nur um den Preis gegangen sei. Hier lag Boeing besser, vor allem weil sie aus Sicht von EADS um fast neun Milliarden Dollar herunter gegangen seien, während das eigene, als „aggressiv“ eingestufte Angebot nur knapp über drei Milliarden Dollar niedriger lag als bei der letzten Runde. Die Angeobotspreise lagen somit etwa vier Milliarden Dollar auseinander.

„Wenn einer der Jungs um jeden Preis gewinnen will, kann man nichts machen“, so Crosby. Boeing habe EADS als Flugzeughersteller in den USA mit einer eigenen Fertigungsanlage in Mobile, Alabama, verhindern wollen, so der Tenor von Crosby und Sean O´Keefe, dem Geschäftsführer von EADS North America.

Crosby bedauerte, dass das Pentagon schon bei der Ausschreibung diesmal keinen großen Wert auf zusätzliche Fähigkeiten gelegt habe, sondern einfach einen billigen Ersatz für die KC-135 wollte. Das müsse man aber akzeptieren.

Wichtig sei es nun allerdings, dass die Abwicklung des Programms hinsichtlich Kosten und Zeitplan genau kontrolliert werde. Schließlich sei das Boeing-Angebot mit deutlich mehr Risiken behaftet als die A330 MRTT (KC-30) von EADS, die in sehr ähnlicher Form bereits seit Jahren fliegt. Dies habe sich zum Beispiel auch in den Preisangeboten für die Entwicklungskosten gezeigt, wo Boeing 4,4 Milliarden Dollar veranschlagte und EADS nur 3,5 Milliarden.

EADS hält trotz der Enttäuschung an seinen Plänen fest, den Umsatz in den USA bis 2020 deutlich zu steigern. Dazu wird man weiterhin für eine Vielzahl kleinerer Programme bieten, so O´Keefe.



Weitere interessante Inhalte
Deutscher Triebwerkshersteller MTU Aero Engines wächst weiter

21.02.2018 - Trotz der Probleme mit dem A320neo-Getriebefan hat der Triebwerkshersteller aus München auch 2017 Rekordzahlen erwirtschaftet. Einer der wesentlichen Umsatztreiber ist die Instandhaltung. … weiter

Erstkunde Qatar feiert in Toulouse Erste A350-1000 übergeben

20.02.2018 - Mit zwei Monaten Verzögerung hat Airbus am Dienstag die Übergabe des weltweit ersten A350-1000-Großraumjet an den Erstkunden Qatar Airways gefeiert. … weiter

Qatar-Beteiligung Meridiana wird zu Air Italy

20.02.2018 - Qatar-Airways-Chef Akbar Al Baker will die Fluggesellschaft als direkte Konkurrenz zu Alitalia positionieren. … weiter

Systemanforderungen definiert Studie für European MALE in der nächsten Phase

16.02.2018 - Das europäische MALE RPAS (Medium Altitude Long Endurance Remotely Piloted Aircraft System) hat seine System Requirements Review erfolgreich bestanden. … weiter

Airbus-Standardrumpffamilie Enders: A321 ist derzeit gross genug

15.02.2018 - Bei der Konzern-Pressekonferenz äußerte sich Airbus-Konzernchef Tom Enders am Donnerstag auch über das mögliche Größenwachstum der Standardrumpffamilie. … weiter


FLUG REVUE 03/2018

FLUG REVUE
03/2018
05.02.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- A380 gerettet
- PC-24 zugelassen
- Wüstenparkplätze für alte Jets
- Navy-Teststaffel "Dust Devils"
- Hubschrauber-Triebwerke
- BER weiter verzögert