03.11.2017
FLUG REVUE

Seefernaufklärer der Marine Lockheed Martin modernisiert deutsche P-3C Orion

In der zweiten Phase des P-3C Mission Refreshment Programms der Deutschen Marine erneuert Lockheed Martin unter anderem die Instrumentenflugfähigkeiten der acht Seefernaufklärer.

Der Auftrag über die Modernisierung der acht deutschen P-3C Orion hat einen Wert von 158,5 Millionen US-Dollar, wie Lockheed Martin am Mittwoch mitteilte. Das P-3C Mission System Refreshment ist Teil eines Gesamt-Upgrades der Flotte und soll den Betrieb bis 2035 gewährleisten. Dazu gehören strukturelle Mid-Life-Upgrades und eine Aufstockung der IFR-Fähigkeiten im Cockpit. "Mission System Refresh stellt kritische Überwachungsfunktionen bereit, reduziert den Umfang der eingesetzten Hardware und unterstützt die zukünftige Instandhaltung der Systeme", so Mike McGuire, Lockheed Martin Rotary and Mission Systems Germany P-3 Programm-Manager.

Das P-3C Orion Mission System Refresh Programm Deutschland umfasst nach Angaben des US-Luftfahrtkonzerns Design, Entwicklung, Herstellung, Integration, Installation und Tests des Lockheed Martin Airborne Tactical Mission Systems. Der Großteil der Arbeiten werde an den Lockheed-Martin-Standorten in Owego (New York), Manassas (Virginia) und Marietta (Georgia) durchgeführt.

Das Airborne Tactical Mission System ist ein auf Java basiertes Open-Architecture-System, das sowohl Software als auch Systemverarbeitungs-, Anzeige- und Steuerungskomponenten bereitstellt. Durch den Einsatz von kommerziellen, serienmäßig produzierten Komponenten sollen zukünftige Kosten der technischen Veralterung begrenzt werden. Zu Mission System Refresh gehört laut Lockheed Martin zusätzlich ein neues Akustiksystem namens Airborne Rack-Mounted Commercial Portable Processor (AR-C2P).

Das P-3C Orion Mission System Refresh-Programm Deutschland wurde 2016 gestartet, als die US Navy Lockheed Martin einen ersten Auftrag über den Verkauf von Militärgütern im Ausland (Foreign Military Sales, FMS) mit einem Volumen von 54,9 Millionen US-Dollar für die Konstruktion und Entwicklungsarbeit durch Vorentwurfsplanung erteilte. Der jetzige Auftrag führt das Programm vom Preliminary Design Review bis zum Programmabschluss im Jahre 2022 weiter. Die acht Anfang 2006 von der Deutschen Marine in Dienst gestellten Flugzeuge stammen aus den Beständen der Königlich Niederländischen Marine. 



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