19.12.2017
FLUG REVUE

Luft-Boden-Fähigkeit für den EurofighterLuftwaffe übernimmt GBU-48-Bombe

Am Montag wurde beim Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „B“ in Nörvenich die laser- und GPS-gesteuerte Guided Bomb Unit 48 (GBU-48) symbolisch an die Luftwaffe übergeben.

GBU-48 Eurofighter 2017 Bombe

Mit der GBU-48 erlangt der Eurofighter der Luftwaffe endlich Luft-Boden-Fähigkeiten (Foto: Luftwaffe)  

 

Durch die Bewaffnung mit der Präzisionsbombe GBU-48 wird der Eurofighter ab Januar 2018 der schnellen Eingreiftruppe der NATO, der NATO Response Force, als Jagdbomber zur Verfügung stehen. Die kürzlich erteilte Genehmigungen zur Nutzung der GBU-48 wurde durch Flugtests im schwedischen Vidsel vorbereitet.

Bei der Guided Bomb Unit 48 (GBU-48) handelt es sich um eine Lenkbombe, die mittels Laser oder GPS gesteuert wird. Die GBU-48 ist eine Präzisionsbombe mit einer Länge von 368 Zentimetern und einem Gewicht von 504.5 Kilogramm. Sie hat eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern und trifft ihr Ziel mit einer Abweichung von weniger als zehn Meter.

Insgesamt kann der Eurofighter mit vier GBU-48 bewaffnet werden, was ein zusätzliches Start- und Fluggewicht von etwa zwei Tonnen bedeutet. Daher wurde bei der diesjährigen Erprobung in Schweden nicht nur der Abwurf der Bomben, sondern auch das veränderte Flugverhalten des Eurofighters genau unter die Lupe genommen.

Im Wesentlichen setzt sich eine einzelne GBU-48 aus drei Komponenten zusammen; der Steuereinheit mit GPS-Sensor und Laserzielsuchkopf, dem Bombenwirkkörper und dem Leitwerk mit Stabilisatoren. Am vorderen Ende befindet sich der frei bewegliche Lasersensor, der Laserreflexionen erfassen kann. Direkt dahinter sitzt die Steuereinheit mit dem GPS. Darauf folgen die variablen Steuerflächen, bevor sich der anteilsmäßig größte Baustein, der Bombenkörper, daran anschließt. Am hinteren Ende befindet sich das Leitwerk mit starren Stabilisierungsflossen.



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