19.01.2017
FLUG REVUE

NH90 und Tiger der HeeresfliegerHubschrauber-Verlegung nach Mali beginnt

Die Vorbereitungen für die Verlegung von vier NH90 und vier Tigern nach Mali laufen. Im Anschluss an den Beschluss der Bundesregierung steht die Zustimmung des Bundestags noch aus.

NH90 Faßberg 2017

Vier NH90 des Transporthubschrauberregiments 10 in Faßberg werden nach Mali entsandt (Foto: Bundeswehr/Schmidt).  

 

Nach Angaben des Verteidugungsministeriums flogen die ersten beiden NH90 des Transporthubschrauberregiments 10 für den MINUSMA-Einsatz bereits von Faßberg nach Leipzig. Dort angekommen, wurden beide Helikopter transportfähig zerlegt.
 
In den kommenden Tagen sollen zwei weitere NH90 den Flug von Faßberg nach Leipzig antreten. Am 27. Januar werden die Drehflügler mit Hilfe von Transportflugzeugen ins malische Bamako geflogen. Im Anschluss erfolgt der letzte Teil des Transports nach Gao in das Camp Castor.

Schon im Vorfeld wurden mehrere Tonnen Material wie Werkzeuge, Brandschutzmaterial, Ersatzteile und Wartungsgerät verpackt und in das Camp Castor nach Mali transportiert. Auch die Unterbringung von Mensch und Maschine wurde eingerichtet. Bisher sind für den Übergangszeitraum Zelte errichtet worden, die nach und nach durch Container oder feste Konstruktionen ersetzt werden sollen.

Ab dem 1. März sollen die NH90 ihre Aufgaben als Teil der Rettungskette im Auslandseinsatz in Mali übernehmen. Sie ersetzen damit die MedEvac-Hubschrauber der Niederländer, und zwar zunächst bis Mitte 2018. Um die Einsatzbereitschaft der MedEvac-Hubschrauber rund um die Uhr gewährleisten zu können, stehen zwei Maschinen für den sofortigen Einsatz bereit. Die beiden anderen Maschinen dienen bei Ausfällen oder Wartungsarbeiten als Reserve.

Im Einsatz fliegen jeweils immer zwei NH90. Dabei überwacht ein NH90 mit seinem Bordschützen an den Maschinengewehren den Rettungseinsatz des zweiten, der mit notfallmedizinischer Ausrüstung bestückt ist. So können Verletzte oder Verwundete noch an Bord erstversorgt werden, während sie zur weiteren Behandlung in die Sanitätseinrichtungen im Camp Castor oder im Camp Barkhane gebracht werden.

Für den Einsatz in Mali sind zusätzlich vier Kampfhubschrauber Tiger eingeplant. Diese leisten Luftnahunterstützung für die Bodentruppen und sollen bis Anfang Mai einsatzbereit in Gao stationiert sein.

Seit November setzt die Bundeswehr unbemannte Luftfahrzeuge vom Typ Heron 1 in Gao und Umgebung ein, um größere Gebiete aufzuklären. Für die neuen Aufgaben muss das Mandat von 650 auf 1000 Soldaten angehoben werden.



Weitere interessante Inhalte
Heeresflieger Fünf geleaste H135 in Bückeburg

12.06.2018 - Der ADAC hat von Airbus Helicopters die fünfte und letzte H135 erhalten, die für die Ausbildung und Scheinerhaltung von Piloten der Bundeswehr geleast werden. … weiter

Fliegende Testlabore Die Forschungsflugzeuge des DLR

18.05.2018 - Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt die größte zivile Flotte von Forschungsflugzeugen und -hubschraubern in Europa. Wir stellen die ungewöhnlichen Fluggeräte vor. … weiter

Harald Wilhelm kündigt Ausstieg an Airbus-Finanzchef geht 2019 mit Tom Enders

14.05.2018 - Harald Wilhelm, Finanzvorstand der Airbus Group, will 2019 gemeinsam mit Vorstandschef Tom Enders das Unternehmen verlassen. … weiter

Mehrzweckhubschrauber der US Army UH-72A-Flotte übertrifft 500000 Flugstunden

02.05.2018 - Die Lakota-Flotte des amerikanischen Heeres hat kürzlich 500000 Flugstunden überschritten. Der bei Airbus Helicopters in Columbus endmontierte Hubschrauber wird für eine eine Vielzahl von … weiter

Fast 30 Flugvorführungen ILA 2018 - Das Flugprogramm am Samstag

28.04.2018 - Vom Airbus A350-900 bis zur Bundeswehr-Luftparade: Fast 30 Vorführungen umfasst die Flugshow am ersten ILA-Publikumstag. … weiter


FLUG REVUE 07/2018

FLUG REVUE
07/2018
11.06.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Forschung: Wie Supercomputer Flugzeuge leiser machen
- Flughafen BER: Neue Pläne für Billig-Terminals
- NASA-Mission Insight: DLR bohrt den Mars an
- Erste A380 für Japan
- Mikojan MiG-31K: Risslands gefährliche Hyperschall-Rakete