01.08.2013
FLUG REVUE

SABR-Radar für F-16 der US Air Force ausgewählt

Lockheed Martin bevorzugt das neue AESA-Radar von Northrop Grumman für die mögliche Modernisierung von rund 300 Fighting Falcons der US Air Force. Konkurrent Raytheon mit dem RACR muss auf Exportkunden hoffen.

Sowohl SABR (Scalable Agile Beam Radar) als auch RACR werden seit mehreren Jahren auf Firmenkosen entwickelt. Die USAF übertrug die Auswahl des Radars für das geplante CAPES-Programm (Combat Avionics Programmed Extension Suite) an F-16-Hersteller Lockheed Martin, der nun wie geplant eine Auswahl getroffen hat.

Neben dem Radar umfasst CAPES neue Displays, das ALQ-213-System für die elektronische Kampfführung und andere Modifikationen. Die Entwicklungszeit veranschlagt Lockheed Martin mit drei Jahren, so dass je nach vorhandenen Finanzmitteln etwa 2017 Umrüstkits verfügbar sein könnten. Es geht um die Hochrüstung von bis zu 300 Fighting Falcons. Auch Taiwan will sich für seine F-16 dem Modernisierungsprogramm anschließen.

Northrop Grumman lässt in SABR seine langjährige Erfahrung bei der Entwicklung von Radaren mit elektronischer Strahlschwenkung wie APG-77 (in der F-22), APG-80 (F-16 der VAE) und APG-81 (in der F-35) einfließen. Unter anderem wird vorhanden Software portiert. Das neue Radar soll die F-16 für den Einsatz bis „2025 und darüber hinaus“ fit machen. Es bietet Betriebsarten für gleichzeitigen Luft-Luft- und Luft-Boden-Einsatz, eine größere Reichweite, automatische Zielhinweise und hochauflösende Radarkarten.

SABR absolvierte seinen Erstflug im November 2008 an Bord des Test-Sabreliners von Northrop Grumman. Im Juni 2009 wurde ein Versuchseinbau in einer F-16 durchgeführt, der laut Hersteller weniger als fünf Stunden dauerte.



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