16.09.2010
FLUG REVUE

Schleudersitzproblem: Eurofighter bleiben am Boden

Wegen eines Problems mit dem Martin-Baker Mk.16-Schleudersitz wurde der Ausbildungsflugbetrieb mit dem Eurofighter gestern bei den Nutzerstaaten vorerst eingestellt.

Eurofighter Halle Laage

Wegen eines Problems mit dem Schleudersitz hat die Luftwaffe ihre Eurofighter ab dem 15. September 2010 gegroundet (Foto: G. Lee/Eurofighter).  

 

Laut österreichischem Verteidigungsministerium wurde die Unterbrechung notwendig, „weil sich bei falscher Handhabung bei einem Ausstieg des Piloten mittels Schleudersitz der Fallschirm vom Piloten trennen könnte.“ Diese Erkenntnis stammt aus den laufenden Untersuchungen des Eurofighter-Absturzes vom 24. August in Spanien.

„Nun werden die Piloten in ein neues Verfahren eingewiesen. Danach soll der Ausbildungs- und Übungsbetrieb wieder aufgenommen werden,“ so das BMVLS. Die Überwachung des Luftraumes wird in Österreich weiterhin durch den Eurofighter sichergestellt. Für Einsatzflüge - sogenannte Priorität A-Flüge – sei die Maschine „uneingeschränkt einsatzbereit“, hieß es in Wien.

Die deutsche Luftwaffe hat ihre Eurofighter dagegen seit gestern komplett gegroundet. Der QRA-Dienst (Quick Reaction Alert) wurde auch in Neuburg von der F-4F Phantom übernommen, wozu einige Maschinen des JG 71 „Richthofen“ von Wittmund nach Süddeutschland verlegten.

Bei der Royal Air Force gilt das Flugverbot lediglich für Ausbildungsflüge, während der QRA-Dienst in Großbritannien und auf den Falklandinseln weiter vom Typhoon sichergestellt wird.



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