03.08.2010
FLUG REVUE

Stärkere Nutzung der Nachtsichtbrillen im Tornado geplant

Mit einem gemeinsamen Programm wollen Deutschland und Italien die verstärkte Nutzung der Nachtsichtbrillen im Tornado ermöglichen.

Tornado Nachtsichtbrille

Piloten der Luftwaffe sammelten in Holloman erste Eindrücke von der geplanten neuen Nachtsichtbrille (Foto: Luftwaffe).  

 

Das System wurde jüngst beim Fliegerischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe auf der Holloman Air Force Base vorgeführt. Es beinhaltet unter anderem eine automatische Trennung der NVG (Night Vision Goggle) vom Fliegerhelm im Falle eines Rettungsausstieges. Verbunden ist damit auch die Einführung eines neuen Piloten-Helmes, mit den nötigen Anpassungen für die Abringung des NVG-Halters.

Zu der Vorführung waren Vertreter der deutschen und italienischen Luftwaffe, des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, der Wehrtechnischen Dienststelle 61, sowie Vertreter der amerikanischen Herstellerfirma Gentex, der europäischen Panavia GmbH und der NETMA angereist.

Während der Vorführung wurde auch eine „Vor-Erprobung“ durchgeführt, bei der Prototypen des neuen Helmes und des NVG Helmet Mount durch fliegende Besatzungen der deutschen und italienischen Luftwaffe, im Hinblick auf Sitz und Handhabung, auch im realen Tornado-Cockpit, untersucht wurden. Hierbei konnten wertvolle Hinweise für Detail-Anpassungen zur Festlegung einer späteren Serienausführung gewonnen werden.

Das Fliegerische Ausbildungszentrum der Luftwaffe und damit die Holloman Air Force Base wurde als Austragungsort für die Besprechung gewählt, weil das in der Entwicklung befindliche System den US-Ausfuhrbeschränkungen für Verteidigungsmaterial unterliegt.



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