16.01.2015
Erschienen in: 07/ 2014 FLUG REVUE

Technologie-Träger für den EurofighterBritish Aerospace EAP: Im Grenzbereich

Die Ähnlichkeit kommt nicht von ungefähr: Das Experimental Aircraft Programme (EAP) demonstrierte viele Technologien, ohne die der Eurofighter in seiner heutigen Form nicht möglich gewesen wäre.

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Prototyp oder reiner Technologie-Demonstrator? In dieser Frage war sich die Fachwelt beim EAP Mitte der 80er Jahre nicht ganz einig. Seit April 1982 hatten Aeritalia, British Aerospace und MBB an einer Studie für ein neues Kampfflugzeugprojekt mit dem Namen Agile Combat Aircraft (ACA) gearbeitet, das in einem fliegenden Demonstrator gipfeln sollte. Der damalige britische Verteidigungsminister John Nott erhoffte sich von dem Vorhaben ein besseres Verständnis der vielen technischen und politischen Themen, einschließlich der „zentralen Fragen von Kosten und Erschwinglichkeit“. Diese Sicht schienen zunächst auch seine Kollegen zu teilen und entschieden sich für den Experimental Aircraft Programme (EAP) genannten Demonstrator. Großbritannien und Deutschland trugen je 40 Prozent der Kosten, Italien war mit 20 Prozent beteiligt. Ursprünglich war sogar ein zweites Flugzeug aus Deutschland geplant. Am 26. Mai 1983 erhielt BAe vom britischen Verteidigungsministerium den Auftrag zum Bau des EAP. Drei Bereiche standen im Vordergrund: die Verwendung von Kohlefaser-verbundwerkstoffen, eine aktive Fly-by-Wire-Flugsteuerung und ein digitales Cockpit mit modernster Avionik. Ende 1983 versuchten die drei Partnerländer sowie Frankreich und Spanien ihre Anforderungen für ein europäisches Kampfflugzeug anzugleichen. Zeitgleich entstand in Frankreich der Rafale-Vorgänger ACX. Vor diesem Hintergrund zog sich Deutschland aus dem EAP-Programm zurück, um eine frühzeitige Kaufentscheidung zu vermeiden.  


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flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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