17.04.2015
Erschienen in: 02/ 2014 FLUG REVUE

VerbesserungsprogrammNeue Waffen für den Eurofighter

Der 400. Eurofighter ging im Dezember 2014 an die Luftwaffe. Derweil hob die erste Maschine der Tranche 3 in Warton zum Erstflug ab. Ein wichtiger Testflug mit der Abstandswaffe Storm Shadow wurde in Italien durchgeführt.

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Wenn es bei der neuen Kampfflugzeug-Generation um die Lieferzahlen geht, hat der Eurofighter die Nase klar vorn: Am 4. Dezember 2014 wurde bei Cassidian in Manching das 400. Flugzeug an einen Kunden übergeben In diesem Fall ging die Maschine mit der Kennung 31+06 an die Luftwaffe, die damit 112 Eurofighter im Bestand hat. Ihren 100. Eurofighter hatte sie am 28. Februar 2013 in Empfang genommen. Weitere 31 Eurofighter der Tranche 3A stehen somit bis 2018 noch aus.

Die Produktion des „gegenwärtig modernsten Kampfflugzeugs der Welt“ wird somit laut Bernhard Gerwert, dem Chef der neuen Division „Airbus Defence and Space“ auf absehbare Zeit „eine tragende Säule des Geschäftsportfolios sein“. Dies allerdings nur, wenn es gelingt, die Einsatzmöglichkeiten des Musters in der Luft-Boden-Rolle deutlich zu erweitern.

Ein wichtiger Schritt dahin ist die Integration von Abstandswaffen wie Storm Shadow und Taurus. Alenia Aermacchi hat in Decimomannu, Italien, mit der Flugerprobung des Storm Shadow begonnen. Erste Testpunkte waren die Flattereigenschaften mit den gut 1300 Kilogramm schweren und fünf Meter langen Flugkörpern unter den Tragflächen sowie eine Neukalibrierung der Flugdatensensoren mit der großen Außenlast. Die Versuche werden mit dem IPA2 (Instrumented Production Aircraft) durchgeführt, das bereits die Phase 1 Enhancements erhalten hat.

Laut Eurofighter wird die Integration des Storm Shadow in den Eurofighter bis 2015 abgeschlossen sein. Die Abstandswaffe kann dann von Flugzeugen getragen werden, die dem P2E-Standard (unter anderem diverse Verbesserungen der Software) entsprechen.

Der von MBDA gebaute Storm Shadow ist bereits bei den Eurofighter-Nutzern Großbritannien, Italien und Saudi-Arabien am Tornado im Dienst. Er bietet eine Reichweite von „über 250 Kilometern“ und kann damit wichtige Ziele wie Häfen, Bunker, Flugplätze, Kontrollzentren und Brücken präzise angreifen, ohne dass das Trägerflugzeug von einer starken lokalen Luftabwehr bedroht wird.

Unterdessen hat Cassidian die Flugerprobung der sogenannten „Phase 1 Enhancements“ (P1E) zur Fähigkeitserweiterung des Eurofighters abgeschlossen. Der neue Standard bietet laut Hersteller „eine robuste gleichzeitige Multi-Role-/Swing-Role-Fähigkeit“.


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