07.09.2018
FLUG REVUE

EU-Forschungsprogramm EUNADICSÖsterreichische PC-6 nimmt Luftproben

Um beispielsweise die Ausbreitung von Aschewolken nach einem Vulkanausbruch besser vorhersagen zu können, werden derzeit Versuche durchgeführt. Die österreichischen Luftstreitkräfte stellen dafür eine PC-6 bereit.

PC-6 Österreich September 2018 Luftproben

Mit einer PC-6 der österreichischen Luftstreitkräfte werden Luftproben genommen, um die Ausbreitung von Partikeln in der Atmosphäre zu überprüfen (Foto: Bundesheer / Clemens Schwarz).  

 

Bei den Tests, so Oberst Michael Pernsteiner, "wird ein äußerst seltener, ungefährlicher Stoff, der auch bei Augenoperationen zum Einsatz kommt, ausgebracht. Dieser breitet sich in der Luft aus und kann später von uns mit Hilfe von Luftprobenahmen eingefangen und gemessen werden“.

Je nachdem, ob und wie viele Partikel eingesammelt werden, können die Geschwindigkeit und die Verbreitung in der Luft festgestellt werden. Anhand der Messergebnisse werden die theoretischen Modelle überprüft, mit denen die Ausbreitung zuvor berechnet wurde. Die in der PC-6 installierte Versuchseinrichtung kommt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

PC-6 Luftproben Österreich 2018 DLR

Für das EUNADICS-Forschungsprogramm wurde ein Analysegerät des DLR in der PC-6 der österreichischen Luftstreitkräfte installiert (Foto: Bundesheer / Schwarz).  

 

Zwölf Nationen sind im Rahmen des EU-Projektes EUNADICS an verschiedenen Versuchsreihen beteiligt. Ziel ist es, ein EU-weites einheitliches Informationssystem zu schaffen und nach einem Vulkanausbruch oder einem Atomunfall den gesperrten Luftraum und damit die Auswirkungen auf den Flugverkehr so klein wie möglich zu halten.

Durch den Vulkanausbruch im Jahr 2010 auf Island und die unvorhersehbare Ausbreitung der Aschewolke und der daraus resultierenden großräumigen Sperrung des Luftraumes über halb Europa, entstand ein wirtschaftlicher Schaden von mehr als vier Milliarden Euro.



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