23.11.2015
FLUG REVUE

SEAD-Tagung beim TaktLwG 51 in JagelLuftwaffe sucht HARM-Nachfolger

Um das Potenzial der modernisierten Tornados voll ausnutzen zu können, hat die Luftwaffe den Beschaffungsprozess für einen Nachfolgeflugkörper der AGM 88 HARM (Highspeed Anti Radiation Missile) angestoßen.

Tornado ASSTA 3.1 Jagel 2015

Da die Luftwaffe ihre Tornados noch länger fliegen will, ist an die Beschaffung einer neuen Lenkwaffe für die Bekämpfung von Radarstellungen gedacht (Foto: Stefan Petersen).  

 

Die Einsatzrolle SEAD (Suppression of Enemy Air Defense, Niederhalten der bodengebundenen Luftverteidigung) ist in der NATO ein relativ exklusives Geschäft. In Europa haben nur die deutsche Luftwaffe und die italienischen Luftstreitkräfte diese Fähigkeiten. Dabei wird die Rolle immer wichtiger, so die Luftwaffe.

Das wurde auch beim ersten SEAD-Symposium im Offizierscasino der Kai-Uwe-von Hassel-Kaserne in Kropp deutlich. „Für uns vom Taktischen Luftwaffengeschwader 51 ist die Rolle relativ neu. Wir haben sie vom Jagdbombergeschwader 32 in Lechfeld übernommen und ergänzen sie mit unseren bisherigen Fähigkeiten und Erfahrungen aus der taktischen Luftaufklärung und der maritimen Luftkriegsführung“, so Oberst Michael Krah, Kommodore des gastgebenden Geschwaders. Zu dem Symposium konnte er rund 80 Teilnehmer aus dem In- und Ausland begrüßen.

Auch Brigadegeneral Günther Katz, Kommandeur der Fliegenden Verbände im Luftwaffentruppenkommando betonte bei dieser Gelegenheit ebenfalls die Bedeutung des Einsatzverfahrens: „Es ist offensichtlich, dass in der jüngeren Vergangenheit ein militärischer Einsatz ohne SEAD nicht mehr möglich war“, so Katz in seinem kurzen Grußwort an die Anwesenden.

Während des Symposiums nahmen Referenten aus den USA, Großbritannien, Dänemark, den Niederlanden und Delegierte der NATO das Arsenal an modernen Boden-Luft-Raketensystemen in den Fokus. Es ging darum, sich über die am Markt verfügbaren Flugkörper zu informieren um „im Jahr 2016 eine Entscheidung zu treffen“, so die Luftwaffe.



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